Freuen sich auf ihren Auftritt mit den Profis: die (Nachwuchs-)Tänzerinnen, die bei Barbara Röcker im Unterricht sind. foto: sehr

Kleine Ballerinas auf der großen Nussknacker-Bühne

Garmisch-Partenkirchen - Mit den Profis des "St. Petersburg Festival Balets" stehen Schülerinnen der Tanzschule Röcker im Kongresshaus auf der Bühne: Gemeinsam zeigen sie den Ballett-Klassiker "Der Nussknacker".

„Schultern runter, Füße auswärts, Kopf nach vorne“, ruft Ballettlehrerin Barbara Röcker ihren Schülerinnen zu. Die jungen Mädchen tanzen gerade im Festsaal Werdenfels des Garmisch-Partenkirchner Kongresszentrums zu Pjotr Tschaikowskis Nussknacker- Klängen. Nicht ohne Grund: Heute Abend kommt mit dem „St. Petersburg Festival Ballet“ eines der besten Tanzensembles Russlands in die Marktgemeinde - und die Schülerinnen der Tanzschule Röcker dürfen zusammen mit den Profis auf der Bühne stehen.

Aufgeführt wird „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffman mit aufwändigem Bühnenbild und Kostümenpracht. Anfang des Schuljahres, im September, hat die Ballettschule mit den Vorbereitungen begonnen. Der Inhalt der Geschichte, in der ein junges Mädchen einen Nussknacker geschenkt bekommt und davon träumt, dass er sich in einen Märchenprinzen verwandelt, war den meisten der jungen Tänzerinnen bekannt.

Seit mehr als drei Monaten übt Röcker die Choreographien mit ihren Mädchen ein. Für die 5- bis 18-Jährigen Schülerinnen ist sie voll des Lobes. Brav, ruhig und konzentriert seien sie im Training. Und das auch, als diese Woche fast täglich geprobt wurde. „Das macht mir nichts aus“, sagt Antonia Scheck, eine der talentierten Tänzerinnen. Auch wenn viel Freizeit verloren geht. Die Achtjährige gehört schon seit fast fünf Jahren zu Röckers Ensemble. Und ihre kleine Schwester Franziska ist ebenfalls mit von der Partie. Zusammen auf der Bühne stehen sie jedoch nicht. Die Schüler sind in verschiedene Gruppen eingeteilt. Röcker studierte einen chinesischen Tanz mit den jüngsten ein. Die älteren Mädchen führen einen arabischen und russischen Tanz sowie den der Rohrflöten auf. „Möglichst nah an das Original herankommen“, ist das ausgewiesene Ziel ihrer Lehrerin. Und das ist schwer genug bei einem der Ballettklassiker schlechthin.

Heute Abend um 17 Uhr ist es endlich so weit: „Ich freu mich schon sehr“, sagt die Nachwuchsballerina Martina Molner. Auch wenn sie zugibt, ein bisschen nervös zu sein. „Aber das gehört einfach dazu“, findet Röcker. Und spätestens wenn die ersten Takte von Tschaikowskis Meisterwerk aus den Lautsprechern tönen, ist auch das Lampenfieber verflogen. (con)

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