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Schwindelfrei sollte man schon sein – dann steht jeder Menge Spaß im neuen Kletterwald nichts im Wege.

Sogar bei schlechtem Wetter gut besucht

Kletterwald am Kolbensattel: Durchatmen nach dem Dauerstress

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Oberammergau - Es war stressig. Und wie. Doch jetzt fallen Druck und Anspannung bei Peter und Tilla Hensold langsam ab. Die Betreiber haben Ende Juli den Kletterwald eröffnen und ziehen die erste gute Bilanz. 

Die Anspannung fällt langsam von Peter und Tilla Hensold ab. Das Ehepaar betreibt seit Ende Juli den Naturzeit-Kletterwald in Oberammergau. In rekordverdächtiger Geschwindigkeit haben sie die neue Attraktion am Kolbensattel in gerade mal ein paar Wochen aufgebaut. „Wir waren bis zur letzten Sekunde im Baum“, erzählt die 48-Jährige. Der Druck, der Stress – enorm. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Die erste Zwischenbilanz für den Kletterwald fällt mehr als positiv aus.

„Es ist bisher super gelaufen“, sagt eine euphorische Tilla Hensold. Das Angebot mit den acht Parcours mit 73 Übungen für Groß und Klein kommt an. Schon jetzt könnte sie ein Buch mit Geschichten füllen. Zum Beispiel mit der über die Oma, die mit ihren zwei Enkeln (7 und 10) vorbeischaute. Die Frau war aber nicht nur als Zuschauer gekommen. „Sie hat alle Parcours mitgemacht“, erzählt Hensold. Sogar den „Flying Fox“ ließ sie nicht aus. Oder die Geschichten über die Besucher mit Höhenangst, die sich schließlich doch trauen, die Stationen zu bewältigen.

Für die Betreiber läuft alles nach Plan. In den Sommerferien pilgerten die Menschen, darunter viele Familien, in den Kletterwald. Selbst wenn das Wetter nicht mitspielte, hangelten sich die Gäste von Station zu Station. „An Regentagen waren bis zu 60 Leuten drin, bei Frühnebel um die 30“, sagt Tilla Hensold. Jetzt hofft sie, dass der Herbst ähnlich gut über die Bühne geht.

Wirklich daran zweifeln, tut sie nicht. Sie ist überzeugt von dem Gesamtpaket, dass der „Kolbensattel zum Erlebnis wird“. Sie schätzt, dass rund 30 bis 40 Prozent der Besucher „Spontangäste aus der Hütte“ seien. Deshalb schwirren den Hensolds schon die nächsten Pläne im Kopf herum. Sie werben bei Schulen und Firmen. Gerade Letztere könnte man mit gekoppelten Angeboten – erst Hütte dann Kletterwald – an den Kolbensattel locken. „Wir wollen einfach neue Konzepte für nächstes Jahr ausprobieren.“

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