Doppelt zertifiziert: (v.l.) Chefarzt Dr. Helmut Lambertz, Landrat Harald Kühn, Geschäftsführer Wolfgang Türk und Qualitätsmanager Dr. Thomas Schmeidl. Foto: Kaiser

Klinikum erhält zwei wichtige Zertifikate

Garmisch-Partenkirchen - Es sind nur zwei Urkunden, doch jede der beiden ist für das Klinikum Garmisch-Partenkirchen von großer Bedeutung:

Denn sie bestätigen sowohl dem Personal als auch der Einrichtung selbst höchste Qualität auf dem neuesten Stand der Medizin. Bereits zum dritten Mal seit 2004 hat jetzt das Krankenhaus die „Zertifizierung KTQ“ erhalten. Neu ist zudem ein weiteres Zertifikat für das „Onkologische Zentrum Oberland“, das zuständig ist für die Behandlung bösartiger Tumore.

„KTQ heißt Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus“, erklärt Aufsichtsrats-Vorsitzender Landrat Harald Kühn (CSU). „Das ist das einzige krankenhausspezifische Zertifizierungsverfahren in Deutschland.“ Weil die Prüfung alle drei Jahre erneuert werden muss, hat das Klinikum die Auszeichnung nach 2004 und 2007 nun bereits zum dritten Mal erhalten. „Bisher haben sich lediglich 532 von rund 2000 deutschen Krankenhäusern dem Verfahren unterzogen und die auf diesem Sektor mit Abstand wichtigste Auszeichnung in Deutschland erhalten“, sagt Kühn.

Kernelemente des vorangehenden, extrem aufwändigen Prüfverfahrens seien die Selbstbewertung des Krankenhauses, bei der es fast tausend Fragen zu beantworten gilt sowie eine externe Bewertung durch Experten, erläutert Geschäftsführer Wolfgang Türk. Um die Qualität sicherzustellen, hat das Klinikum mit Dr. Thomas Schmeidl einen eigenen Manager, der für die Organisation des gesamten Zertifizierungsverfahrens zuständig war. „Wir unterziehen uns diesem Prozess, weil die Zertifizierung in vielerlei Hinsicht nützlich ist“, sagt Schmeidl. „Zum einen erkennt man die eigenen Schwächen und steigert so die Motivation der Mitarbeiter.“ Zum anderen sei es zum Beispiel bei Budget-Verhandlungen hilfreich. „Am wichtigsten ist aber letztendlich die verbesserte Sicherheit für die Patienten.“ Die Zertifizierung sei vergleichbar mit dem TÜV für Autos.

Parallel zu diesem Zertifizierungsverfahren lief auch jenes für das seit 2007 bestehende „Onkologische Zentrum Oberland“. Bundesweit habe die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie erst 26 solcher Zentren zertifiziert, sagt der Leiter Dr. Helmut Lambertz stolz. „Davon sind nur fünf in Bayern. Dass wir, obwohl nicht in einer Großstadt, sondern im ländlichen Raum stationiert, eines davon sind, freut uns ganz besonders“. (wk)

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