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Seelsorger und Fürsprecher der Patienten: der katholische Pfarrer Leo Mosses.

Katholischer Seelsorger übernimmt neues Amt

Sprachrohr der Patienten

Garmisch-Partenkirchen - Um Probleme, Sorgen, Nöte und Fragen rund um den Klinikaufenthalt kümmert sich im Klinikum Garmisch-Partenkirchen nun ein Patientenfürsprecher. 

Wer als Patient im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ein Problem oder eine Beschwerde hatte, konnte seinem Unmut bislang nur mittels eines Anregungsformulars kundtun und dieses in einem der „Lob und Kummer“-Briefkästen auf den Stationen einwerfen, oder direkt das Gespräch mit dem Personal suchen. Ab sofort bietet das Klinikum einen weiteren Service für die Zufriedenheit seiner Klienten an: Um Probleme, Sorgen und Fragen rund um den Klinikaufenthalt kümmert sich nun ein Patientenfürsprecher. Der katholische Krankenhausseelsorger Leo Mosses wurde zum Sprachrohr der Patienten ernannt.

Die Klinikleitung hat den Theologen, der ursprünglich aus Wiederbrück bei Nordrhein-Westfalen stammt und der seit 2015 in der Marktgemeinde arbeitet, direkt angesprochen, ob er die Stelle des Fürsprechers übernehmen möchte. Die Anregung sei vom neuen Geschäftsführer des Krankenhauses, Bernward Schröter, gekommen, erläutert Pressereferentin Maria Mayer. „Die Kommunikation soll verbessert werden. Für viele ist es leichter, sich mitzuteilen, wenn sie mit einer neutralen Person sprechen können.“ Flyer und einem Hinweis auf der Homepage, sollen auf das neue Angebot der Klinik hinweisen.

Eine klare Vorstellung hat Mosses von seiner neuen Aufgabe. Er will ein offenes Ohr für die Nöte der Patienten haben, vermitteln und Kontakte für klärende Gespräche herstellen. Auch in seiner hauptberuflichen Arbeit als Krankenhauspfarrer hat er Beschwerden an die Klinikleitung immer weitergegeben. „Ich kann und darf natürlich keine medizinischen oder rechtlichen Ratschläge geben“, betont er. „Aber ich kann den Kontakt zu den Ärzten oder Pflegepersonal vermitteln.“ Als Seelsorger ist er mit den Menschen ohnehin im Gespräch. „Das ist für mich in gewisser Hinsicht ein Vorteil.“ Üblich ist dies nicht, sagt er. Patientenfürsprecher sollten eigentlich klinikunabhängig sein. Meistens sind sie ehrenamtlich tätig.

Auch Mosses füllt seine zusätzlichen Aufgaben ehrenamtlich aus. Dies solle jedoch keine längerfristige Lösung sein, betont er. Um die zwei bis drei Jahre will er als Fürsprecher arbeiten. Er versteht sich als Weichensteller für seine Nachfolger und will die Stelle „gut etablieren. Das ist mir sehr wichtig, das sehe ich auch als meine Aufgabe“.

Die Klinikum-Mitarbeiter haben das neue Angebot sehr positiv aufgenommen. „Bisher gab es nur positive Rückmeldungen“, sagt Mayer. Mosses glaubt, dass es auch für Pfleger und Ärzte eine Entlastung ist, wenn eine neutrale Person sich im hektischen Alltag zusätzlich um das Beschwerdemanagement kümmert. „Sie müssen dann zu ihrer Arbeit nicht auch noch Mittler spielen, sondern können auf mich verweisen.“

Magdalena Kratzer

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