Klinikum Garmisch-Partenkirchen: Tariferhöhung reißt Loch ins Budget

Garmisch-Partenkirchen - Die Gehaltserhöhung für Ärzte kostet das Klinikum Garmisch-Partenkirchen jährlich rund 600.000 Euro. Die Tarifrunde für die Pflegekräfte steht erst noch bevor. Die Situation:

Der Tarifstreit zwischen den Ärzten und den Betreibern der kommunalen Krankenhäuser ist endgültig beigelegt, der für Donnerstag geplante Ärztestreik damit abgesagt. Die Mediziner erhalten künftig 2,9 Prozent mehr Gehalt und eine Einmalzahlung von 440 Euro. „Das halte ich für angemessen“, sagt Klinikums-Geschäftsführer Wolfgang Türk.

Die Erhöhung schafft für das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ein „beträchtliches Problem“, erläutert Türk und rechnet vor: Nur die lineare Gehaltserhöhung beträgt 2,9 Prozent. Doch nach den Vorgaben des Bundes erhält der Landkreis von den Kostenträgern für das gesamte Budget des laufenden Betriebes heuer nur 1,48 Prozent mehr Geld als im Vorjahr. „Wir können rund 1,5 Prozent der Tariferhöhung nicht gegenfinanzieren“, sagt Türk.

Er rechnet jährlich mit zusätzlichen Ausgaben durch die Gehaltserhöhung und andere Verbesserungen von rund 600.000 Euro; nach seiner Kalkulation sind 300.000 Euro nicht gedeckt. Die Personalkosten machten rund 70 Prozent des Budgets aus, die restlichen 30 Prozent entfallen auf die Sachkosten.

Das Klinikum in der Trägerschaft des Landkreises beschäftigt derzeit 180 Ärzte. Insgesamt arbeiten rund 1000 Menschen für das 505-Betten-Haus an der Auenstraße sowie die Außenstelle mit 75 Betten in Murnau. „Für 820 Leute steht uns noch etwas in Haus“, kündigt er an. Denn von März an werde der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verhandelt. (matt)

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