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Endlich eine Trainingsgelegenheit auf der eigenen Anlage im Erle haben die Bad Kohlgruber Fußballer (in gelb) ab Frühjahr mit dem neuen Kunstrasenplatz.

Gerüchte um Kunstrasenplatz in Bad Kohlgrub

Falsches Granulat? "Alles Kaas"

Bad Kohlgrub - Auf einem Kunstrasenfeld können bald die Fußballer vom FC Bad Kohlgrub trainieren. Oder doch nicht? Es gibt Gerüchte.

Er ist grün statt schwarz. „Ja, und?“ sagt dazu ein leicht genervter Sepp Geipl. „Gefällt mir eh besser.“ Recht hat der Vize-Vorsitzende des FC Bad Kohlgrub-Ammertal: Im Grunde ist es egal, ob Bälle auf grünem, schwarzem oder rosarotem Untergrund hin- und herrollen. Nur rollen auf dem neuen Kohlgruber Kunstrasenplatz aktuell keine Bälle. Und manch’ einer vermutet da einen Zusammenhang. Denn wie das halt so ist: Wenn ein viel beachtetes Projekt – und dazu gehört der lang ersehnte Kunstrasenplatz am Sportzentrum am Erle allemal – vielleicht ein wenig anders ausschaut als geplant, dann verbreiten sich auch mal Gerüchte.

Eines davon: Man habe auf dem Platz das falsche Granulat verteilt. Es sei zu hart für die Knochen, Sehnen, Bänder und Muskeln der Fußballer-Beine, sei nicht bespielbar und müsse ausgetauscht werden. Das zweite Gerücht folgt auf den Fuß: Die Mannschaften könnten in diesem Winter nicht auf dem neuen Kunstrasenplatz trainieren, weil der Zaun zu nahe am Platz stehe und man den Schnee nicht wegschieben könne.

Das ist für Geipl, der auch lange die Erste Mannschaft trainiert hat, dann doch zu viel. Alles ein „ausgesponnener Hirnkaas“, murrt er. Denn eigentlich hat der Kohlgruber, der das Projekt Kunstrasenplatz unter seine Fittiche genommen hat, gute Nachrichten zu verkünden: „Das Areal ist fertig und bespielbar“.

Geipl: Ab Frühjahr bespielbar

Das Einzige, was Geipl einräumt: Man hatte ursprünglich mit einem schwarzen Belag gerechnet. Hier gab es „ein Missverständnis“, einen Übermittlungsfehler bei der Auftragsnummer. Eine Lappalie. Denn – auch das hieß es – die grüne Variante verursacht keineswegs horrende Mehrkosten: Um die 500 Euro kommt dieser offenbar teurer. Und das auch nur theoretisch: Laut Geipl stellt die beauftragte Firma den Differenzbetrag nicht in Rechnung.

Dass da ein zu harter Belag aufgetragen worden sein soll – Geipl würde dieses Gerücht belächeln, wäre ihm zum Lächeln zumute. „Woher soll das jemand wissen? Es hat ja noch niemand drauf gespielt.“ Und das habe nichts mit missglückten Schneeräum-Aktionen zu tun.

Tatsächlich hat der Vereins-Vize bereits Anfang November gegenüber dem Tagblatt angekündigt: Bespielt wird der Platz erst ab diesem Frühjahr; das gewohnte Ausweich-Trainingsdomizil Oberau wurde für die wöchentlichen Einheiten reserviert.

Diese werden erstmals und endgültig nach Bad Kohlgrub verlegt, sobald der neue Platz grundlegend gereinigt ist. Dafür aber wird nun, einmalig nach der Fertigstellung, ein Spezialgefährt benötigt. Für die Zukunft wird sich der Verein Geipl zufolge wohl ein eigenes, einfaches Besengerät zum Säubern nach dem Winter besorgen.

Warum solche Gerüchte verbreitet werden – von denen er im Übrigen noch nicht gehört haben will – kann der Vereins-Vize nicht nachvollziehen. Er beteuert: „Wenn etwas dran wäre, würden wir doch sofort Alarm schlagen.“ Davon geht auch Bürgermeister Karl-Heinz Reichert aus. Zwar sei er in die Bauarbeiten nicht unmittelbar eingebunden, doch stehe er in engem Kontakt zu Geipl. Immerhin schießt die Gemeinde 180 000 Euro zu; die übrigen 60 000 Euro finanziert der Verein. Nachdem Reichert zufolge in den nächsten Tagen bereits ein Gespräch zur Abschlussrechnung ansteht, „wäre ich sicher informiert worden, wenn es irgendwelche Probleme gäbe“.

Manuela Schauer/Katharina Bromberger

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