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Auch ohne Schnee ein Besuchermagnet: Der Bad Kohlgruber Christkindlmarkt lockt jedes Jahr Menschenscharen an.

Erlös geht an Menschen mit Behinderung

So war der Bad Kohlgruber Christkindlmarkt 

Bad Kohlgrub - Traditionell gut: Der Christkindlmarkt Bad Kohlgrub lockte auch heuer wieder zahlreiche Besucher an. Es klingelte ordentlich in der Kasse - für den guten Zweck.

Bunte Patchwork-Decken, bedruckte Stofftaschen, Marmeladen unterschiedlichster Geschmacksrichtungen, filigraner Christbaumschmuck, Naturholzrahmen sowie verschiedene delikate Plätzchen und Kletzenbrot – an den Ständen am Bad Kohlgruber Christkindlmarkt herrscht in der Regel Gedränge. Denn dort gibt es ausschließlich selbstgemachte Ware abzustauben. Jahr für Jahr ist die mehr als heiß begehrt. Auch heuer wieder. Am Ende des traditionellen Marktes blieb von dem Angebot nichts mehr übrig. Die Stände waren ausverkauft. Nur der Jagertee erfreute sich angesichts der warmen Temperaturen nicht so großer Beliebtheit. Auch kein Problem, denn das Ergebnis stimmte so oder so.

„Wir haben ein super Ergebnis erzielt“, sagt Mitinitiator Franz Urbin. 38 831,51 Euro wurden innerhalb von ein paar Stunden eingenommen – und somit die Marke von 1,2 Millionen Euro geknackt. „Das hat sich schon früh abgezeichnet“, räumt der Kohlgruber ein, denn ganze Menschenmassen bahnten sich ihren Weg zu den Ständen.

Einer, der auch wieder seinen Besuch abstattete, war Harald Kühn. Er ist Stammgast. Schon damals als Landrat hat er den Bad Kohlgruber Christkindlmarkt mehrmals eröffnet. Und auch jetzt als CSU-Landtagsabgeordneter schaufelte er sich Zeit frei, um zu stöbern und zu schlendern. „Es ist für mich eines der schönsten Erlebnisse in der Adventszeit, hier dabei sein zu dürfen“, sagte der Politiker vor Ort. Was ihm besonders imponiert, ist, dass wirklich jeder Cent des Erlöses Menschen mit Behinderung zugute komme. „Uns wird einmal mehr bewusst, dass es uns trotz der schwierigen, außenpolitischen Situation und angesichts der großen Flüchtlingsströme doch relativ gut geht.“

Gut ging es auch den Kindern während des zweieinhalbstündigen Marktes rund um den Maibaum: Zuerst stand die Herbergssuche in der Wandelhalle auf dem Programm, der auch zahlreiche kleine und größere Engel beiwohnten, dann gab sich der Kasperl die Ehre und schließlich stattete auch der Nikolaus dem Markt einen Besuch ab.

Die Bürger haben wieder jede Menge auf die Beine gestellt. Vor dieser Leistung konnte Rathauschef Karl-Heinz Reichert nur noch den Hut ziehen. „Ich bin wahnsinnig stolz, dass es den Markt seit vielen Jahrzehnten hier gibt und ich weiß, dass sehr, sehr viel Arbeit dahinter steckt.“ Landrat Anton Speer stimmte dem zu. „Nirgendwo sonst wird in so kurzer Zeit so viel Geld eingenommen.“ Sie schaffen das alle Jahre wieder, die fleißigen Kohlgruber.

Michaela Feldmann-Kirschner

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