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Auf ein Neues: Bürgermeister Adolf Hornsteiner will’s noch einmal wissen. 

Titelverteidiger steigt in den Ring

Mittenwalds Bürgermeister Hornsteiner tritt wieder an

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Die zu Ende gehende Legislaturperiode hat den Mittenwalder Bürgermeister viel Substanz gekostet. Es waren nervenaufreibende und kräftezehrende sechs Jahre, die geprägt waren von harten politischen Auseinandersetzungen (Hallenbad) und verbalen Schlammschlachten (Karwendelbahn). Diese haben Adolf Hornsteiner zweifellos auch Sympathien gekostet.

Mittenwald– Trotzdem möchte der einst alles überstrahlende Titelverteidiger noch einmal für die CSU in den Ring steigen – voraussichtlich das letzte Mal. „Für den Ort kann’s nichts Besseres geben als den Adi“, zeigt sich Rudi Haller, der Ortsvorsitzende, von den Führungsqualitäten des Amtsinhabers überzeugt.

Hornsteiner bemüht sich bei seinen Parteifreunden ein drittes Mal um Unterstützung. Dass der 58-jährige Rathauschef in den eigenen Reihen nach wie vor enorme Wertschätzung genießt, gilt als unbestritten. Daher ist seine Kür im Gasthof Gries zum Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 reine Formsache.

Ebenso erfreulich für die Verantwortlichen der Mittenwalder CSU, die seit bald zwölf Jahren mit absoluter Mehrheit im Marktgemeinderat regiert, ist, dass wichtige Stützen ebenfalls sechs Jahre weitermachen wollen. Da ist zum einen Fraktionssprecherin Regina Hornsteiner (46) und zum anderen Zweiter Bürgermeister Gerhard Schöner (59). Schon in dieser Amtszeit fungierten die beiden mehrfach als personifiziertes Schutzschild für den Bürgermeister.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Einen Schlussstrich unter ihre kommunalpolitische Karriere ziehen Hannes Ostler (seit 2002 dabei), Ludwig Knilling (seit 2007), Helmut Hornsteiner und Peter Wimmer (beide seit 2014). Gerade letzterer mit seinen gerade mal 34 Lenzen schmerzt die CSU brutal, verkörpert der Mittenwalder doch wie kein anderer die Zukunft der Regierungsfraktion.

Sein Entschluss steht fest, sehr zum Leidwesen von CSU-Chef Haller. Der durfte sich die vergangenen Monate nach 2002, 2008 und 2014 zum vierten Mal auf Kandidatensuche begeben. Wie viele Hausbesuche er machte, wie viele Telefonate er führte – der pensionierte Bundeswehrsoldat weiß es nicht. Wenige waren’s jedenfalls nicht. Sein Fazit: „Es wird immer schwieriger.“ Doch Haller sieht in der Zurückhaltung und dem Desinteresse einen allgemeinen Trend. „Es ist keiner mehr bereit, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen.“ Und schon gar nicht sechs Jahre in einem Rathaus. Trotz erschwerter Bedingungen hat Haller wieder eine Liste mit 20 Kandidaten zusammengebracht. „Sie ist bunt gemischt“, verrät Haller. Und mindestens drei Frauen sind dabei. Was einerseits für eine Volkspartei bescheiden ist, andererseits aber kommunalpolitische Wirklichkeit in Oberbayern ist. Die CSU jedenfalls sieht sich gewappnet gegen die Herausforderer der Freien Wähler und SPD. Ein deutliches Signal soll heute Abend aus dem Gasthof Gries ausgesendet werden.

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