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Will für weitere sechs Jahre im Amt bleiben: Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. 

Amtsinhaberin offenbart ihre Zukunftspläne

Bürgermeisterin Meierhofer will wieder kandidieren - und wünscht sich einen Wahlkampf ohne persönliche Attacken

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Sie ist bereit für eine zweite Amtszeit. Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) möchte auch nach den Kommunalwahlen 2020 Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen sein - und Projekte zu Ende führen.

Garmisch-Partenkirchen - Macht sie es, oder nicht? Um diese Frage drehten sich viele Spekulationen in den vergangenen Monaten. Am Freitagabend bei einer internen Parteisitzung des SPD-Ortsvereins hat Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer die Katze aus dem Sack gelassen: Sie möchte bei den Kommunalwahlen 2020 erneut kandidieren. Ihre Offenbarung wurde von den Anwesenden mit großem Beifall quittiert. 

Die Entscheidung, ein zweites Mal in den Ring zu steigen, erfolgte mit Rückendeckung ihrer Familie und vor dem Hintergrund vieler Ermutigungen aus der Bürgerschaft und der Partei. Ganz bewusst ließ sich Meierhofer lange nicht in die Karten schauen. Ein zu früher Wahlkampf sei ihr zufolge nicht gut für den Ort. „Ich wollte, dass so lange wie möglich Ruhe herrscht“, sagt sie am Samstag auf Tagblatt-Nachfrage. Neben der Amtsinhaberin  bewerben sich aktuell Elisabeth Koch (CSU), Dr. Stephan Thiel (Grüne) und Martin Schröter (FDP) um den Posten.

Kommunalwahl 2020 in Bayern

„Echte Herzensangelegenheiten“ zu Ende führen

Wahlkampf wird Meierhofer, die 2014 als erste Frau auf den Garmisch-Partenkirchner Rathausthron gehoben wurde, trotzdem „in einer gewissen Form“ führen, ohne dabei  ihre eigentliche Arbeit zu vernachlässigen. „Die Bürger haben das Recht, zu erfahren, wie es weitergeht“, betont die 63-Jährige. „Den Fragen muss ich mich stellen.“  Gespannt, wie die kommenden Monate verlaufen, ist sie dennoch. Ihren Wunsch formuliert die Ärztin klar und deutlich: Sie hofft auf eine inhaltliche und sachliche Auseinandersetzung. „Für persönliche Attacken bin ich nicht die Richtige.“ 

Die SPD-Politikerin ist überzeugt, einiges auf den Weg gebracht zu haben. Die Konsolidierung des Haushalts als Basis, um die notwendige Investitionen in unterschiedlichen Bereichen der „zuvor jahrelang vernachlässigten Infrastruktur“ zu ermöglichen. Der Startschuss für die Sanierung des Skistadions, die Entwicklung des Bahnhof-Areals oder die Verbesserung der Verkehrswege fielen in ihre Schaffenszeit. „Einen Rückfall in den lange Zeit herrschenden Stillstand darf es nicht geben.“ 

Einiges auf der Agenda

Sie kennt aber auch Rückschläge. Nicht immer konnte sich Meierhofer mit ihren Plänen durchsetzen. Zum Beispiel in Sachen Kongresshaus oder fahrradgerechtem Umbau der Bahnhofstraße. Auch das Defizit beim Richard-Strauss-Festival war zuletzt eine Hiobsbotschaft. Meierhofer resigniert aber nicht.  „Von Amtsmüdigkeit ist keine Spur - im Gegenteil“, teilt sie mit.

Sie möchte begonnene Projekte und Vorhaben, die Verbesserungen für  den Markt und seine Bewohner bringen, weiter vorantreiben. „Es gibt echte Herzensangelegenheiten“, betont sie, „bei denen ich noch nicht so weit bin, wie ich gerne wäre.“ Den Regeln geschuldet, die sie einhalten müsse. Sie nennt etwa den Kommunalen Wohnungsbau in Burgrain, die Ertüchtigung der Schulen, die Sanierung des Kongresshauses oder die Ziele zugunsten von Senioren, die mit dem Leifheit-Vermögen realisiert werden sollen.

Aber auch Mobilität für alle, zusätzliche Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, weitere qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie den konsequenten Klimaschutz hat sie sich auf die Agenda gesetzt. Wichtig bei allem sei ihr dabei, die Bürger über Beteiligungsprojekte, direkte Kontaktaufnahme bei regelmäßigen Bürgersprechstunden oder über Email-Kontakte einzubinden. 

Ihre persönlichen Ambitionen sind nun kundgetan. Die offizielle Nominierung durch ihre Partei steht noch aus. Die Aufstellungsversammlung findet am 14. Dezember statt. 

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