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Zieht selbstbewusst in den Wahlkampf: Phillip Zoepf, Chef der Bürgerliste Mehr Bewegen. 

Mehr Bewegen stellt Bürgermeisterkandidaten

Kampf ums Murnauer Rathaus: Phillip Zoepf steigt in den Ring

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Der Kampf ums Murnauer Rathaus wird spannend: Wie zu erwarten war, greift nun auch Mehr-Bewegen-Chef Phillip Zoepf zur Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkandidat an. Der mittlerweile vierte Bewerber präsentiert sich als parteiübergreifender Brückenbauer, der die politischen Gräben im Ort überwinden will.

  • Phillip Zoepf kandidiert bei der Kommunalwahl 2020 in Murnau als Bürgremeister.
  • Der 47-Jährige ist Vorsitzender der Bürgerliste Mehr Bewegen.
  • Mittlerweile gibt es vier Bewerber für das Amt des Murnauer Bürgermeisters.

Murnau – Die Anzeichen waren nicht zu übersehen: Phillip Zoepf (47), Vorsitzender und Fraktionssprecher der Bürgerliste Mehr Bewegen, die 2014 aus dem Stand heraus den Einzug in den Murnauer Gemeinderat schaffte, brachte sich zuletzt in Stellung – mit Anträgen zu gewichtigen Themen, regelmäßigen Wortbeiträgen in den Sitzungen und einer erhöhten Präsenz in der Öffentlichkeit.

Der zweifache Familienvater wurde bereits seit längerer Zeit als potentieller Herausforderer von Rathauschef Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) gehandelt. Jetzt ist es offiziell: „Ich möchte Bürgermeister von Murnau werden“, erklärt Zoepf in einer Pressemitteilung. Am 11. Dezember soll er auf einer Aufstellungsversammlung seiner Gruppierung, die sich als „konstruktive und politische Mitte“ versteht, gekürt werden. Das dürfte reine Formsache sein.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Kommunalwahl 2020 in Murnau: Bislang vier Bürgermeister-Kandidaten

ÖDP-Mann Beuting, der bei der anstehenden Kommunalwahl am 15. März 2020 seinen Posten an der Spitze der Verwaltung verteidigen will, muss sich warm anziehen: Denn neben Zoepf bewerben sich auch Welf Probst von den Freien Wählern und der parteilose Rudolf Utzschneider für die CSU um das höchste Amt in der zweitgrößten Landkreis-Kommune. Und auch den Grünen werden Ambitionen nachgesagt, einen Aspiranten ins Rennen zu schicken – möglicherweise, so wird in der Gerüchteküche spekuliert, Ex-Gemeinderätin Veronika Jones, die auffällig laut die Werbetrommel für die Öko-Partei rührt.

Zoepf, der als Vertriebsmitarbeiter bei dem australischen Telekommunikationsriesen Telstra tätig ist, gibt sich indessen betont diplomatisch und verzichtet auf Frontalangriffe gegen Beuting. „Keiner macht alles richtig“, sagt er – und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich: „Ich werde ein Bürgermeister sein, der alle Lager bedient und der für alle da ist.“

In der besagten Pressemitteilung ist davon die Rede, dass Murnau ein Gemeinde-Oberhaupt brauche, das den Dialog suche, konsensbereit sei und Brücken zwischen den politischen Gruppierungen baue – und dass derzeit nur Zoepf als einziger Kandidat diese Eigenschaften auf sich vereine. Das kann man als indirekte Beuting-Kritik interpretieren.

Zoepf, der in Murnau tief verwurzelt ist und als bestens vernetzt gilt, zieht selbstbewusst in den Wahlkampf: „Die vielen Gespräche in den letzten Monaten mit meiner Familie, vor allem aber mit der Murnauer Bevölkerung haben mich in meinem Entschluss bestärkt. Mit einem starken Team an meiner Seite werde ich ein Bürgermeister für alle Murnauer sein.“ Schon jetzt bereite ihm das Ehrenamt des Gemeinderats – Mehr Bewegen ist in dem Gremium mit Zoepf, Franz Fischer und Reiner Oppelt vertreten – viel Spaß. Und als Rathauschef könnte er sein Hobby zum Beruf machen. „Das ist eine tolle Chance und Herausforderung“, findet Zoepf. An Aufgaben, die in der fast 13 000 Einwohner starken Marktgemeinde in der nächsten Legislaturperiode anstehen, mangelt es seiner Ansicht nach nicht. Zoepf nennt als Schwerpunktthemen etwa die beiden Großbauprojekte Feuerwehrhaus und Kindertagesstätte St. Nikolaus, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Digitalisierung.

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