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So könnte er künftig aussehen: Der Entwurf zeigt den umgebauten Oberauer Kurpark. 

Pläne waren kein Schnellschuss

So sieht das Konzept für den Oberauer Kulturpark aus

Oberau - Oberau will richtig viel Geld ausgeben, damit aus seinem Kur- ein Kulturpark wird. Lange wurde am Konzept gefeilt. Nun liegt ein Vorschlag auf dem Tisch. Der soll – vor allem in den Vereinen – diskutiert werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit Plänen an die Öffentlichkeit zu gehen? Vor allem diese Frage stand im Mittelpunkt, als es im Oberauer Gemeinderat um den Konzeptvorschlag für die Umgestaltung des Kurparks ging. Johann Klein (Freie Wähler) kritisierte, dass der Entwurf in der Sitzung besprochen wurde. „Ich finde das unglücklich.“ Erst hätten die Pläne in den Fraktionen, dann mit den Ortsvereinen diskutiert werden sollen. Doch mit dieser Meinung stand der Lokalpolitiker alleine da. Die restlichen Gremiumsmitglieder sehen es positiv, dass jeder im Ort eine Vorstellung dafür bekommt, wie aus dem Kurpark eine Kulturanlage werden könnte.

Auch Bürgermeister Peter Imminger (CSU) betonte, dass die Pläne jetzt ausschließlich zur Kenntnis vorgelegt wurden. Und das sie explizit in den Fraktionen und in den Ortsvereinen diskutiert werden sollen. Erst bei der nächsten Sitzung steht die Abstimmung an. Bis dahin könnten Änderungswünsche eingebracht werden.

Kostenaufstellung liegt noch nicht vor

Es bleibt also noch Zeit. Generell handelt es sich bei den Plänen wahrlich um keinen Schnellschuss: „Das ist das fünfte Konzept, das vorgestellt wird“, betonte Imminger. Das Aktuelle sieht im Zentrum des Parks Neuerungen vor. So könnte die Bühne des Musikpavillons um drei Meter verlängert und überdacht werden. Ein Zeltdach wäre auch für das davorliegende Rondell, das mit Unterständen und einem Ausschank versehen werden soll, eine Option. „Das ist in zwei Stunden abgebaut“, sagte Imminger mit Blick auf die Hersteller-Angaben. Außerdem auf der Innovations-Liste: neue, auch behindertengerechte sanitäre Anlagen. Große Pläne gibt es für den Dorfbach, dessen Verlauf im Park neu gestaltet werden soll – inklusive zweier Brücken und eines Brunnens.

Eine Kostenaufstellung liegt, wie Imminger auf Anfrage sagte, noch nicht vor. Grob rechnen die Verantwortlichen aber mit einer Investition von bis zu einer halben Million Euro.

Finale Beratung in drei Wochen

Viel Geld, das vor allen den Menschen im Dorf zu gute kommt, die sich engagieren. Denn der Wandel zum Kurpark geschieht vor allem für die Ortsvereine, die dort Theater machen, Konzerte geben oder zu ihren Adventsmarkt einladen. „Sie füllen den Park mit Leben“, sagte Josef Lohr (Freie Wähler), deswegen sei ihre Meinung wichtig. Dies unterstrichen nahezu alle Gremiumsmitglieder in ihren Wortbeiträgen. Angelika Allinger-Rank (SPD) betonte, dass es darum wichtig sei, die Pläne öffentlich zu machen. „Damit jeder Bürger weiß“, womit sich die Gemeinderäte seit über einem Jahr beschäftigen. Der Sozialdemokratin liegen allerdings einige Fragen schwer im Magen: Wie teuer sind die einzelnen Investitionen? Welche Bauabschnitte soll es geben? Bestehen nicht billigere Alternativen für die Überdachung? „So etwas kann man sicher doch auch leihen?“

Antworten könnte es in drei Wochen geben: Dann soll das Konzept Imminger zufolge wieder auf der Tagesordnung stehen – zur „finalen Beratung“.

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