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Eine Fläche, viele Probleme

Konzept für den Bad Kohlgruber Festplatz

Bad Kohlgrub - Unschöner Lagerplatz, Kreisverkehr, Stellfläche: Die Bad Kohlgruber Lokalpolitiker unzufrieden mit der Situation.

Schön nennt man etwas anderes: Den so genannten Festplatz in Bad Kohlgrub jedenfalls nicht. Vor allem handelt es sich dabei um eine Fläche, auf der der Recyclinghof angesiedelt ist und nur alle paar Jahre ein Bierzelt steht. Die zwischenzeitliche Nutzung als Schnee- und Baustoff-Lagerfläche, Lastwagen-Parkplatz und Rangierbereich missfällt Andreas Wojciak von der Neuen Liste. Mit seiner Kritik stieß er in der Sitzung des Gemeinderates auf offene Ohren. Beschlossen wurde, ein Konzept für den Festplatz aufzustellen. Das soll aber nicht ad hoc und ohne zusätzliche Informationen geschehen. Vielmehr wollen sich die Mitglieder des Bauausschusses eingehend mit der Situation an der Kehrerstraße befassen. In seinen Erläuterungen rief Wojciak in Erinnerung, dass der Festplatz früher im Bereich zur Straße Im Kirchfeld eine Grünfläche hatte. Diese sei aufgekiest worden, damit das Areal im Winter besser zum Ablagern von Schnee genutzt werden kann. Die Folge: „Die Fläche ist zum Kreisverkehr geworden.“ Auf ihr würden Lastwagen, die auf dem Platz auch parkten, wenden und rangieren. Außerdem sei die Zufahrt nicht mehr geregelt. Die Anwohner müssten entsprechenden Lärm aushalten.

Schnell kam die Idee auf, die Grünfläche wieder herzustellen. Und diese Ecke des Festplatzes mit Bäumen zu versehen. Doch dann meldete sich Franz Degele (Freie Wähler) warnend zu Wort: Er sieht nur Probleme: Denn schon jetzt passe ein großes Bierzelt für mehrere tausend Besucher – etwa für ein Gaufest – noch gerade so auf den Platz. Künftig wäre die Möglichkeit, überhaupt noch eines aufzustellen, passé. Deshalb könne er nur davor warnen, Bäume zu pflanzen. Sein Fraktionskollege Otto Fussenegger sprach einen weiteren Aspekt an: Demnach sei er von Anwohnern darauf hingewiesen worden, dass es hinter dem Recyclinghof, für den der Landkreis verantwortlich zeichnet, nicht besonders gut ausschaue. Dort würden Autoreifen und Ähnliches gelagert. Bürgermeister Karl-Heinz Reichert (parteifrei) stellte – wie er selbst sagte – ein bisschen provokativ die Frage in den Raum, ob der Platz künftig überhaupt noch als Parkfläche genutzt werden sollte. Offen blieb, wer dort regelmäßig parkt, wer dafür Gebühren zahlt und wer nicht. „Grundsätzlich gilt es für uns aber zu schauen, dass alle gleich behandelt werden.“ Zudem kommt die Fläche auch der Gemeinde zugute: Bei großen Bauprojekten, erklärte Reichert, könnten dort Bauutensilien, aber auch Erd-Aushub zwischengelagert werden. Dafür müsste es für die Zukunft eine andere Lösung geben. Die Überlegungen würden in Richtung alte Mülldeponie gehen.

Angesichts der Vielzahl von Aspekten brachte Martin Niklas (Neue Liste) seine Bedenken zum Ausdruck. „Ich denke, wir können das Problem hier in der Runde nicht lösen.“ Vielleicht, stellte er in den Raum, braucht es sogar die Regelung über einen Bebauungsplan. Letzterer Meinung schloss sich im Gremium zwar niemand an. Einig war man sich aber, dass weitere Vorberatungen nötig sind. Diese finden nicht-öffentlich im Ausschuss statt.

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