Viel Geld soll in diesem Jahr für die Sanierung des Kranzbergwegs zwischen Sessellift-Talstation und Gipelhaus in die Hand genommen werden. Foto: kunz

Kosmetische Operation auf dem Mittenwalder Kranzberg

Mittenwald - Mittenwald lässt sich seine Wanderwege auf dem Kranzberg viel kosten. In diesem Jahr sollen für Ausbau und Ausbesserung 213 000 Euro fließen.

Ohne das Kranzberggebiet würde die Wander- und Bike-Destination Mittenwald ärmer sein. Viele Isartaler halten den 1391 Meter hohen Höhenrücken im täglichen Kampf um den Touristen sogar für überlebenswichtig. Deshalb will sich die Marktgemeinde den Wanderweg zwischen Sessellift-Talstation und Gipfelhaus vorknöpfen. „Er ist äußerst wichtig“, betont Tourismus-Direktor Klaus Ronge. Nur momentan sei der Weg in einem „miserablen“ Zustand. Nun aber soll die teilweise ausgewaschene und holprige Schottertrasse einer kosmetischen Operation unterzogen werden.

Auf der kompletten Länge von 2,7 Kilometern soll die Strecke ausgebaut und ausgebessert werden. Der Finanzausschus, der derzeit über den aktuellen Haushalt berät, geht von Netto-Kosten in Höhe von 213 000 Euro aus. Die Regierung von Oberbayern bewilligte nun für das Projekt Kranzberg 96 000 Euro - also knapp die Hälfte der prognostizierten Kosten. Das Geld stammt aus dem Wirtschaftsförderungstopf der Regierung, die 2011 über 58 Millionen Euro ausschüttet - vornehmlich an mittelständische Betriebe. Ein großer Batzen (9,6 Millionen Euro) der Zuwendungen fließt dabei in die Generalsanierung und Neuerrichtung von öffentlichen Fremdenverkehrs-Einrichtungen.

Und während Schönau am Königsee Bares für den Neubau der Tourist-Information bekommt oder Tegernsee mit staatlichen Mitteln sein Haus des Gastes modernisiert, können die Mittenwalder ihren Kranzberg-Gipfelweg optisch aufwerten. „Das ist gut“, findet Tourismuschef Ronge. Denn immer wieder mal habe es wegen des traurigen Zustands dieser Strecke Beschwerden von Seiten der Urlauber gegeben.

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