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Ein Bild der Verwüstung: Kreuz und quer liegen die Bäume am Hand des Kramers. Die Mitarbeiter der Gemeinde haben am Montag alle Hände voll mit den Aufräumarbeiten zu tun.

Unwetter in Garmisch-Partenkirchen

Sturm hat gewütet! Bäume fielen im Minutentakt um

Kräftig getobt! Ein Sturm hat am Fuß des Kramer an die hundert Bäume aus der Erde gehoben. Der Bauhof und die Feuerwehr beseitigen die Verwüstung.

Garmisch-Partenkirchen –„Der Spuk hat vielleicht 15 Minuten gedauert“, erzählt Petra Meltzer. Lautes Knacken im Wald gleich hinter ihrem Fenster in der Grasbergstraße in Garmisch-Partenkirchen. „Wir wohnen ganz am Ende der Straße.“ Von der Küche aus hat sie gehört, wie die Bäume umfielen. Einer nach dem anderen. „Im Minutentakt!“

So beschreibt die Garmisch-Partenkirchnerin das Unwetter, das sich vergangenen Sonntagnachmittag am Fuße des Kramers zugetragen hat. Zur Frage, wann genau der Sturm sein Unwesen trieb, gibt es verschiedene Angaben. Laut Ute Leitner, Pressesprecherin der Marktgemeinde, ordnet der Bauhof das Unwetter gegen 16.30 Uhr ein. Anwohnerin Petra Meltzer nennt 18.15 Uhr als Zeitpunkt des Sturms. „Ich hab extra auf die Uhr geschaut.“

Unpassierbare Wege: Umgefallene Bäume samt Wurzeln blockieren nach dem Sturm den Kramer-Plateau-Weg.

Einig sind sich hingegen alle Parteien, was das Ausmaß des Sturms und der Verwüstung angeht. Ein Kollege in der Gemeinde soll sogar das Wort „Tornado“ in den Mund genommen haben. „Das würde ich so nicht verwenden, aber der Sturm hat schon ordentlich gewütet“, kommentiert Leitner. Aus mehreren Richtungen hat es geweht. Wohl auch kreisförmig. „Man kennt ja die Fallwinde, die vom Kramer herabkommen“, weiß Metzler als Anwohnerin. „Das war etwas ganz anderes. Ich habe es ja direkt miterlebt.“ Eine Windhose vielleicht?

Das Bild der Verwüstung, zieht sich von der Strauss-Villa bis zur Krieger-Gedächtnis Kapelle. „Zahllose Fichten in diesem Gebiet sind aus der Erde gehoben worden“, sagt Leitner. Flachwurzler, wie Nadelbäume es sind, traf es besonders. Auf dem Kramerplateau-Weg bis zur Almhütte war das Ausmaß weniger verheerend, Entwurzelungen und umgefallene Bäume gab es dort aber auch. „Sogar eine der Kreuzwegstationen ist in Mitleidenschaft gezogen worden.“

Außer Sachschäden und viel Arbeit hat der Sturm nichts hinterlassen. „Zum Glück war es schon dunkel und keine Personen dort unterwegs“, meint Leitner. Bereits am Montagvormittag haben Mitarbeiter des Berg- und Wegebaus der Marktgemeinde in Kooperation mit der Feuerwehr mithilfe von Baggern die Forststraße zur St. Martin-Hütte von den Verwüstungen befreit.

Petra Meltzer wird sich noch einige Zeit an den Spuk erinnern. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Auf dem Nachbargrundstück hat der Sturm eine zwanzig Meter hohe Fichte zu Fall gebracht. „Bei uns ist zum Glück nur die Dachrinne beschädigt und ein Busch umgefallen.“

Martina Baumeister

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