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Brand-Bekämpfung: Ein Hubschrauber eilt zur Hilfe. 

Ursache noch unklar

Nach Brand am Kramer: Mit blauem Auge davongekommen

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Garmisch-Partenkirchen - Garmisch-Partenkirchen ist an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Dass der Waldbrand am Kramer Mittwochnacht nicht schlimmer gewütet hat, ist dem Team des SAR-Hubschraubers sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei zu verdanken. 

Bäume, Latschen, Sträucher, Wiesen – alles steht lichterloh in Flammen. Am Mittwoch kurz nach Mitternacht melden Anwohner, dass es am Kramer brennt – etwa 200 Meter über der St.-Martins-Hütte, knapp unter der Kanzel, einem Aussichtspunkt in felsdurchsetztem, steilem Gelände. Ohne Hubschrauber geht nichts, das ist den Einsatzleitern der Feuerwehr schnell klar. „Es hat Spitz auf Knopf gestanden“, meint Klaus Straub, Kommandant der Partenkirchner, die mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter zur Waldbrand-Bekämpfung ausgestattet sind.

Nachdem er und Einsatzleiter Peter Gröbl von der Garmischer Wehr etliche Absagen kassiert hatten, kam vom Team des SAR-Hubschraubers der Bundeswehr grünes Licht. „Das hat uns gerettet“, sagt Straub. „Sonst hätten wir bis in die Früh warten müssen und nur zuschauen können, wie sich das Feuer weiterfrisst.“ So seien die Einsatzkräfte, aber auch alle Garmisch-Partenkirchner, mit einem blauen Auge davongekommen. Sein Lob an den Piloten und dessen Mannschaft, die etwa 25-mal mit jeweils bis zu 700 Liter Löschwasser vom provisorischen Landeplatz an der Almhütte auf etwa 1400 Meter Höhe geflogen sind, teilt Gröbl. „Ohne sie hätten wir nicht sehr viel ausrichten können.“

Der Einsatz in diesem exponierten Gebiet war für alle Beteiligten kein alltäglicher. Auch keiner, den sie bei einer ihrer jährlichen Waldbrand-Übungen schon jemals durchgespielt haben. „Dazu ist das Gelände viel zu steil“, betont Gröbl. Am Berg waren deshalb nur absolut trittsichere und alpinerfahrene Kräfte aktiv. Sie mussten in einem Bereich von etwa 25 000 Quadratmetern an verschiedenen Stellen Feuer bekämpfen.

Unterstützt wurden die gut 110 Feuerwehrkräfte dabei von zwölf Bergrettern der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen. „Im Bereich der Kanzel mussten wir Feuerwehrler abseilen“, schildert Einsatzleiter Hansjörg Krempl das Vorgehen. Ansonsten waren er und seine Kameraden vor allem damit beschäftigt, die Wehrmänner zu sichern. Die Dunkelheit habe das Ganze zusätzlich erschwert, verdeutlicht Krempl die Situation. „Da sieht man vor allem auch keinen Steinschlag.“ Er hebt wie Gröbl und Straub das hervorragende Miteinander aller Beteiligten hervor. Dazu zählen die Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes ebenso, die eine Versorgungsstation eingerichtet hatten.

Gegen 4.30 Uhr waren die Flammen unter Kontrolle, gut eine Stunde später stand fest, dass das Schlimmste überstanden war. Dann zog das SAR-Team ab, zwei Polizei-Hubschrauber übernahmen – bis etwa 15 Uhr. Einer mit Wärmebildkamera ausgestattet, der andere mit einem Löschbehälter, um auch die letzten Glutnester noch zu erwischen.

Wie es zu dem Feuer kam, ist unklar. Auch die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Die Experten der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen haben nun die Ermittlungen aufgenommen. Nachdem das Feuer spät in der Nacht ausgebrochen ist, hält Gröbl allerdings eine Selbstentzündung, etwa durch Sonneneinstrahlung auf eine Glasscherbe, für nicht sehr wahrscheinlich. Vorstellen kann er sich, dass eine weggeworfene Zigarettenkippe oder ähnliches den extrem trockenen Wald in Flammen gesetzt hat. „Es muss eine Kleinigkeit gewesen sein, die fast eine Katastrophe ausgelöst hätte.“

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