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Bayerns Skigebiete können 2G-Regel umsetzen

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Von: Ilka Trautmann

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Skibetrieb
Eine gute Nachricht für den Skibetrieb in Bayern - es gilt die 2G-Regel, die Testpflicht entfällt damit. © BZB Zugspitze

Update vom 10. Dezember - Gute Nachricht für die bayerischen Skigebiete passend zum ersten großen Wintereinbruch: Die Testpflicht für Geimpfte und Genesene fällt weg; in den Skigebieten gilt damit ab Samstag die 2G-Regelung.

Als Grundlage für diese Maßnahme diente der Praxis-Check „Seilbahnen“, den der CSU-Landtagsabgeordnete Walter Nussel, der Beauftragte für Bürokratieabbau der Staatsregierung, an der Talstation der Bayerischen Zugspitzbahn in Grainau mit Seilbahnbetreibern, Vertretern der Ministerien sowie der Regierung von Oberbayern durchgeführt hatte. „Dabei hat sich deutlich herausgestellt, dass 2G plus ausschließlich in Skigebieten unsinnig ist, wenn im ganzen Nahverkehr 3G und in der Gastronomie 2G gilt“, erklärt CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber. Außerdem sei die Verweildauer in Seilbahnen und Skiliften viel kürzer als eine Fahrt mit Bus oder Bahn ins Skigebiet. Darüber hinaus wurde am Donnerstagabend zwischen Wirtschafts- und Gesundheitsministerium noch eine Erleichterung erzielt: Für Sessellifte und Seilbahnen mit einer Kapazität von 4 bis 10 Plätzen pro Sessel oder Gondel wurde die ursprünglich geplante Belegungsobergrenze von 25 Prozent gekappt. „Diese kleineren Gondeln können ab Samstag (11. Dezember) bis zu 75 Prozent mit Skifahrern belegt werden. Damit ist sicheres Skifahren in Bayern möglich, denn lange Wartezeiten an den Talstationen mit großen Menschenansammlungen werden auf diese Weise vermieden“, betont Bachhuber.

Die Kritik war groß: Die 2G plus-Regel in Bayern bedeutete bisher: Wer Gondel oder Lift fahren wollte, musste nicht nur geimpft oder genesen sein, sondern auch einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Verband Deutscher Seilbahnen hielt das für zu streng und befürchtete den „Todesstoß“ für seine Mitglieder. Auch bei der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG herrschte Unverständnis - und die große Hoffnung, dass die Bayerische Staatsregierung die momentan strengen Corona-Regeln zumindest bis zum geplanten Saisonstart des Garmisch Classic-Gebietes Mitte Dezember doch noch lockern würde.

Die erlösende Nachricht war unter anderem vom Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Florian Streibl, Dienstagmittag gekommen. Dem Oberammergauer war es ein großes Anliegen, dass die Testpflicht für den Skibetrieb in Bayern fällt. Die 2G+ Regelung sollte schnellstmöglich in die 2G-Regelung geändert werden. Grünes Licht hat dafür das bayerische Kabinett Anfang der Woche gegeben: Der Zugang zu den Seil- und Bergbahnen wird für Genesene und Geimpfte weiterhin möglich sein, die Testpflicht aber soll entfallen. „Durch intensive Gespräche mit dem Koalitionspartner und dem Ministerpräsident Dr. Markus Söder konnte eine Lockerung in Sachen Zugang zu Seil- und Bergbahnen erreicht werden. Das Kabinett stimmte am Dienstagvormittag (7. Dezember) zu, dass die Testpflicht bei Seil- und Bergbahnen wegfallen wird“, so Florian Streibl aus Oberammergau.

Die Seil- und Bergbahnen sind ein großer und wichtiger Wirtschaftsmotor in der Alpen-Region, die zudem hervorragende Hygienekonzepte vorweisen können. Ein sicherer Abstand, die FFP2-Maskenpflicht in den Seil- und Bergbahnen sowie in den Anstehbereichen, bieten Schutz für die genesenen oder geimpften Wintersportler. Der Oberammergauer Abgeordnete Florian Streibl: „Uns liegen keine Erkenntnisse vor, wonach zum Beispiel Skigebiete, also die Pisten etc., oder Bergbahnen, Hotspot-Qualitäten entwickelt hätten". In den Skigebieten in Bayern gilt demnächst „nur noch“ die 2G-Regel. Das hatte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) Dienstagmittag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

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