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Operationen ohne Dringlichkeit ausgesetzt

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Von: Ilka Trautmann

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Intensivstation
In den COVID-19-Schwerpunktkrankenhäusern gibt es keine aufschiebbaren stationären Behandlungen mehr, um die Kapazitäten für Notfall- und COVID-Patienten freizuhalten. © Panthermedia orion_production

Um in der kritischen Belegungssituation der Kliniken - vor Ort und überregional - die Versorgung von Covid-19-Patienten und von Notfällen sicherzustellen, sind Operationen ohne Dringlichkeit im Klinikum Garmisch-Partenkirchen und in der Unfallklinik Murnau ausgesetzt.

Die Regierung von Oberbayern hat das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ebenso wie die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau (gemeinsam mit weiteren Kliniken im ZRF Oberland) zum COVID-19-Schwerpunktkrankenhaus benannt. Das bedeutet, dass sämtliche unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen und ambulante Operationen zu unterlassen sind. Damit soll in der kritischen Belegungssituation der Kliniken vor Ort und überregional, die Versorgung von Covid-19-Patienten sowie von Notfällen sichergestellt werden.

Angesichts der angespannten Lage in den oberbayerischen Krankenhäusern hat die Regierung von Oberbayern die COVID-19-Schwerpunktkrankenhäuser im gesamten Regierungsbezirk dazu verpflichtet, von sämtlichen aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen. Die stationären Kapazitäten sollen für die Behandlung von Notfallpatienten, COVID-19-Patienten sowie Patienten, deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, reserviert werden. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist damit weiterhin für alle Notfallpatienten verfügbar.

„Die Entwicklung in den oberbayerischen Krankenhäusern gibt Anlass zu Besorgnis. Das Personal in den Kliniken arbeitet bereits seit geraumer Zeit an der Grenze der physischen und psychischen Belastung. Mir ist bewusst, dass die Absage oder Verschiebung von Behandlungen für viele Patientinnen und Patienten eine Belastung darstellt. Doch die sich zuspitzende Lage in den oberbayerischen Krankenhäusern lässt uns leider keine andere Wahl“, sagt Regierungspräsidentin Maria Els.
Soweit aufgrund der Verfügung der Regierung von Oberbayern bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden die betroffenen Patientinnen und Patienten darüber von den jeweiligen Krankenhäusern informiert.
Besucherstopp: Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sieht sich das Klinikum Garmisch-Partenkirchen außerdem gezwungen, ab Samstag, 20. November, keine Besucher mehr zuzulassen. Ausnahmen gibt es bei Vätern oder Begleitperson während der Geburt, einem Elternteil bei erkranktem Kind sowie bei einem Angehörigen als Sterbebegleitung.

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