Bergrettung
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Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen wurde in den letzten sechs Tagen zu 10 Einsätzen arlarmiert.

Schwerer Einsatz im Oberreintal am Unteren Schüsselkarturm 

Bergwacht Garmisch-Partenkirchen: Zehn Einsätze binnen sechs Tagen

GAP - Aufgrund des schönen Wetters der letzten Woche waren viele Menschen in den Bergen um Garmisch-Partenkirchen herum unterwegs. Entsprechend viel gab es darum für die Einsatzmannschaft der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen zu tun. Von vergangenem Montag bis Samstag wurden 10 Einsätze abgearbeitet.

Mehrere Patienten mit Kreislaufproblemen und leichten Verletzungen, wurden per Hubschrauber und Einsatzfahrzeug von den Bergrettern gerettet. Diese Einsätze wurden im Bereich der Stepbergalm, Wettersteinalm, Reintalangerhütte, Knorrhütte und Zugspitze abgearbeitet. Hier ist ein aufwändigerer Einsatz am Unteren Schüsselkarturm im Oberreintal hervorzuheben. Die Integrierte Leitstelle wurde am Samstag, den 5. September, gegen 14 Uhr von einer im Schüsselkar gegenüber kletternden Seilschaft alarmiert, dass eine Person mehrere Meter ins Seil gefallen ist und sie Hilferufe hören. Der Einsatzleiter der Bergwacht alarmierte daraufhin einen Rettungshubschrauber mit Winde. Wenige Minuten darauf setzte die Seilpartnerin des gestürzten ebenfalls selbst einen Notruf ab. „Sie befinden sich in der Route „Herbst-Teufel“ in der fünften Seillänge“.

Ihr Kletterpartner stürzte ca. 20 Meter im Vorstieg ins Seil und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau nahm in Garmisch-Partenkirchen zwei Bergretter auf und brachte sie zur Unfallstelle auf 2000 Metern Höhe. Da eine medizinische Erstversorgung im senkrechten Gelände nicht möglich war, entschied man sich für eine sogenannte „Crashbergung“. Mittels der Seilwinde des Hubschraubers wurde ein Bergretter ca. 50 Meter zum Verletzten und seiner Seilpartnerin abgelassen. Dort wurden beide für die Bergung vorbereitet. Der zweite Bergretter wurde ebenfalls abgelassen und rettete den Verletzten mittels der Kapprettungsschlinge aus der Wand. Im nächsten Winchvorgang wurde der Bergretter mit der unverletzten Seilpartnerin aufgenommen. Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Notarzt am Zwischenlandeplatz wurde der Patient in die Unfallklinik nach Murnau geflogen. Um 15:10 Uhr war dieser Einsatz beendet.  kb

Quelle: Kreisbote

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