1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Kreisbote

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie wurde von DDG erneut zertifiziert

Erstellt:

Kommentare

Zertifiziert
Regina Schreiber (MFA, Diabetesberaterin DDG), Ingrun Fries (Psychologin), Dr. Elisa Mola-Schenzle (Fachärztin Kinder- und Jugendmedizin, Diabetologin DDG ), Josephine Kasel-Seibert (Fachärztin Kinder- und Jugendmedizin), Cornelia Hempel (Sozialpädagogin), Dr. Katharina Köstner (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Diabetologin DDG), Catrin Collmann (Kinderkrankenschwester, Diabetesberaterin DDG), Lilla Kelemen-Modvaine (Kinderkrankenschwester, Diabetesberaterin DDG). © M. Rummel-Siebert / DZKJR

GAP – Menschen mit Diabetes brauchen fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken oder Praxen. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) die Einrichtungen, die hohe definierte Anforderungen erfüllen. Das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie hat mit der dazugehörigen Diabetes-Ambulanz im Sozialpädiatrischen Zentrum Garmisch-Partenkirchen von der DDG das Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ erhalten.

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Insulin gut zu behandeln. Aktuelle Insulinpumpen mit kontinuierlicher Applikation erlauben ein hohes Maß an Unabhängigkeit und Normalität im Alltag. Das Leben mit Diabetes bleibt dennoch eine Herausforderung mit zahlreichen Besonderheiten, die Kindern und Umfeld ein besonderes Maß an Disziplin und Selbstmanagement abfordern.

Das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie wurde mit der dazugehörigen Diabetes-Ambulanz im Sozialpädiatrischen Zentrum Garmisch-Partenkirchen als „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ erneut zertifiziert. Diabetologin Dr. Katharina Köstner erläutert: „Die Zertifizierung der DDG zeigt uns und unseren kleinen Patientinnen und Patienten, dass unsere Behandlung in allen Bereichen – Therapie, Beratung und Schulung – den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Das bringt ihnen Sicherheit und ist für uns und unser Team zugleich eine Anerkennung für die täglich zu leistende Arbeit.“

In den Leitlinien von Fachgesellschaften wie der DDG sind wissenschaftlich fundiert die aktuellen Empfehlungen für die Behandlung von Diabetes in Klinik und Praxis festgehalten. Aus diesen Leitlinien hat die DDG auch die Richtlinien für die Zertifizierung der spezialisierten Behandlungseinrichtungen für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 abgeleitet. Erhält eine Einrichtung eines der Zertifikate der DDG, können die Patienten sicher sein, dass sie in dieser Klinik oder Praxis optimal, sprich: leitliniengerecht, behandelt werden. Die Zertifizierung ist damit ein „Qualitätssiegel“ und dient der Orientierung auf der Suche nach der geeigneten Behandlung.

Die DDG unterscheidet zwei Kategorien: „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ und „Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“. Um zertifiziert zu werden, muss die Einrichtung Erfahrung nachweisen, das heißt, pro Quartal 200 Menschen mit Diabetes Typ 2 und/oder 50 Menschen mit Diabetes Typ 1 leitliniengerecht behandelt haben. Das gilt für den ambulanten Bereich. Im stationären Bereich beziehen sich diese Zahlen auf ein Jahr. Seit 2005 vergibt die DDG diese Zertifizierung für Diabetesbehandlungs-Einrichtungen in Klinik und Praxis. Aktuell sind durch den Ausschuss Qualitätssicherung, Schulung und Weiterbildung (QSW) der DDG rund 400 Einrichtungen als „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ und etwa 100 als „Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“ zertifiziert.

Weitere generelle Informationen zum Zertifikat, zur Zertifizierung, ein Antragsformular und eine Checkliste finden Einrichtungen und Praxen unter www.ddg.info oder können bei der DDG Geschäftsstelle angefordert werden. kb

Auch interessant

Kommentare