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Der »Strafzettel« hat in Garmisch-Partenkirchen ausgedient

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Johannes Vogg
PI GAP stellt neue mOwi-App vor. © FOTOPRESS THOMAS SEHR

GAP – Auch die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen stellt derzeit auf ein digitales System zur Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten um.

Bislang war bei der Arbeit von Johannes Vogg, dem hauptamtlichen Verkehrsüberwacher bei der PI Garmisch-Partenkirchen, tagtäglich sehr viel Handarbeit gefragt. Die Verwarnung mit Zahlungsaufforderung (VMZ), besser bekannt als „Strafzettel“, musste aufwändig per Hand ausgefüllt werden, bevor der rote Beleg an die Windschutzscheibe eines Fahrzeuges geheftet werden konnte. Ab sofort werden Vogg und die Beamtinnen und Beamten der PI Garmisch-Partenkirchen Beanstandungen direkt in ihrem dienstlichen Smartphone erfassen. Über die neue mOwi-App kann die festgestellte Ordnungswidrigkeit, wie bei der kommunalen Verkehrsüberwachung bereits seit langem gehandhabt, erfasst und auch dokumentiert werden.

Anders als bei den Kommunalen wird bei der Polizei allerdings kein „Strafzettel“ erstellt, auf dem der Ordnungswidrigkeiten-Tatbestand abgedruckt ist. Die Beamtinnen und Beamten haben schlichtweg nicht die Möglichkeit ein zusätzliches Gerät mit Druckfunktion mitzuführen. Aus diesem Grund bringt die Polizei ab sofort eine sogenannte Bürgerbenachrichtigung mit einem QR-Code und einer Login-Nummer am Fahrzeug an.

Die so Verwarnten können nun mithilfe eines Smartphones oder eines Computers den vorgeworfenen Tatbestand selbst ansehen. Anschließend besteht die Möglichkeit einen entsprechenden Überweisungsträger aufzurufen, um das Verwarnungsgeld z.B. über Onlinebanking sofort zu bezahlen. Sollten verwarnte Verkehrsteilnehmende nicht die Möglichkeit besitzen, sich digital zu informieren bzw. die Verwarnung zu bezahlen, so können sie, wie bisher auch, mit dieser Bürgerbenachrichtigung bei einer Polizeiinspektion vorstellig werden und die Verwarnung dort begleichen oder sich Informationen hierzu einholen.

Auch wenn sich mit der mOwi-App nun einiges ändert, der Auftrag für die Polizei im Verkehrsbereich bleibt bestehen. Es geht nicht darum möglichst viel Verwarnungsgeld einzukassieren. Hauptaugenmerk ist und bleibt die Sicherheit im Straßenverkehr. Diese hat auch Verkehrsüberwacher Johannes Vogg bei seiner täglichen Arbeit stets im Blick. Überall dort, wo durch die Ordnungsämter Verkehrsbeschränkungen angeordnet wurden, überwacht er deren Einhaltung. Rettungswege, Behindertenstellplätze und der Schulweg gehören unter anderem zu seinen Schwerpunkten. Aufgrund des Sicherheitsaspektes handelt es sich meist um handfeste Ordnungswidrigkeiten, weshalb Vogg diese auch mit der nötigen Konsequenz verfolgt. Nicht immer zur Freude der betroffenen Verkehrsteilnehmer, aber auf jeden Fall im Sinne der Verkehrssicherheit.

Zur Hilfe kommt ihm dabei ab sofort nun also auch die neue mOwi-App. Für alle Fragen rund um dieses Thema können sich die Bürgerinnen und Bürger natürlich an die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen oder an jede andere bayerische Polizeidienststelle wenden. kb

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