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<yFestakt und Segnung der St.Irmengard-Schulen

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Kardinal Marx
Erzbischof Reinhard Kardinal Marx gab den St.Irmengard Schulen im Rahmen eines Festaktes den kirchlichen Segen. Nach sechs Jahren ist das Leuchtturmprojekt abgeschlossen. © Klaus Munz

GAP – Oh Happy Day“ – Der Liedtitel vermittelte schon einmal akustisch viel Freude anlässlich der feierlichen Eröffnung der erzbischöflichen St. Irmengard-Schulen. Denn was das Unterstufenorchester anstimmte, fand bei den Ansprachen und den weiteren musikalischen Beiträgen seine Fortsetzung. Somit war es für Schülerinnen und Schüler, für Lehrer und Ehrengäste ein „glücklicher Tag“.

Bereits Ende 2020 zogen die Schüler von der Interims-Containeranlage wieder zurück in ihren generalsanierten und teil-erneuerten Gebäudekomplex an der Hauptstraße. Nunmehr bekam das Schulgebäude, das sowohl ein Mädchengymnasium, die Mädchenrealschule, als auch eine Fachoberschule (FOS) für Mädchen und Jungen beherbergt, im Rahmen eines Festaktes durch Erzbischof Reinhard Kardinal Marx den kirchlichen Segen. Zur Begrüßung meldeten sich alle drei Schulleiter zu Wort. Wolfgang Mühldorfer (Realschule) sieht dabei die Schule „als kein abgeschlossenes System“, sondern gut vernetzt mit allen pädagogischen Einrichtungen vor Ort“. Otmar Würl (Gymnasium) sprach von einer „herrlichen Sanierung“ und zeigte große Dankbarkeit. „Denn das Ja zu diesem Projekt musste die Hauptabteilung Bildung am Ordinariat aussprechen und letztlich auch Kardinal Marx absegnen“, erläuterte Würl. Er war, genauso wie Wolfgang Mühldorfer (Realschule) und Bernhard Eiser (Fachoberschule), begeistert von den etwa 40 Firmen mit nicht weniger als 1000 Beteiligten, ob Fachplaner oder Handwerker, die jene Mammutaufgabe gestemmt haben. Großer Dank galt hier dem Projektsteuerer Jochen Weber, „der mit hoher Kompetenz und in einem guten Miteinander dieses Projekt anging“.

In seiner Ansprache schilderte Kardinal Marx das christliche Weltbild, basierend auf der Aussage des Osterfestes und er verglich dessen Kernaussage auch mit dem Schulalltag. „Eine Schule mit besagtem christlichem Weltenbild bietet Entfaltung, Gestaltung eines guten Miteinanders“, so der Kardinal. „Und die Bildungseinrichtung soll ausstrahlen auf den ganzen Landkreis und Licht sein!“ Im Rahmen einer kleinen Andacht segnete Marx im Beisein kommunalpolitischer Prominenz das Leuchtturmprojekt. Stellvertretend für alle Bauschaffenden, ließ Architekt Franz Balda die vergangenen sechs Jahre Revue passieren. „2016 Planungsbeginn, 2018 Bauauftakt mit Abbruch des 1970er-Jahre-Traktes, 2022 Fertigstellung der Außenanlagen. „Keine leichte Baustelle, es gab graue Haare, mussten doch drei Schularten unter dem gemeinsamen Dach vereint werden. Außerdem galt es, ein erhebliches Raumdefizit zu beheben. Der ursprüngliche Plan, bei laufendem Schulbetrieb zu bauen und sanieren, erwies sich als nicht möglich“, betonte Balda. Aber es entstanden „Highlights“, wie neben modernsten Unterrichtsräumen die 500 Personen fassende Aula.

Und die Grundsteinlegung wurde sozusagen „übersprungen“ und nunmehr ganz offiziell nachgeholt. Schülerinnen und Schüler überbrachten für die Befüllung des Steins eine aktuelle Tageszeitung und eine Kerze, als Symbol für Glaube, Hoffnung und Liebe. Nach Auftritten des Blechbläserensembles, eines Harfen-Duos, des Chores und Schulorchesters, übergab Balda symbolisch den Schlüssel an Ordinariatsrätin Dr. Sandra Krump von der Hauptabteilung Bildung, die wiederum diesen an Schulleiter Otmar Würl weiterreichte. „Alles Gute, viel Freude mit dem Gebäude“, ließ Krump verlauten. „Versprochen“, gab Würl zur Antwort. Schülerinnen und Schüler, stellvertretend für die etwa 1000 Kinder und Jugendlichen, gaben nun noch ihre Statements ab. „Die Schule ist wesentlich moderner, digitaler geworden, zudem ein Ort wo man wahrgenommen und respektiert wird“, lautete das allgemeine Credo. Und Isabell und Simone aus der Klasse 10c brachten es auf den Punkt: „Wir sind froh, Teil dieser Schulgemeinschaft zu sein.“ Eine Aussage, die nicht nur die Schulleiter, sondern sicher auch Kardinal Marx gefreut hat. mun

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