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Führerschein-Umtausch steht an

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Führerschein
Der alte Führerschein muss bald eingetauscht werden. © (Symbolbild) Bernd Bölsdorf/PantherMedia

Region – Der alte „Lappen“ muss endgültig weichen und wird durch die neue „Scheckkarte“ ersetzt. Doch welche Fristen gelten? Hier erfahren Sie es. Das neue Jahr 2022 bringt diverse Änderungen. Für Autofahrer*innen bedeutet dies, dass der alte Führerschein, also der rote Papierschein, gegen ein neues, fälschungssicheres Exemplar eingetauscht werden muss.

Viele Autofahrer in Deutschland besitzen bereits den Führerschein als Karten-Variante. Doch wie der ADAC berichtet, gibt es noch etwa 15 Millionen der Papierführerscheine. Zudem müssen 28 Millionen Scheckkartenführerscheine in fälschungssichere umgetauscht werden.

Führerschein-Umtausch: Darum ist er notwendig

Konkret geht es also darum, etwa 43 Millionen Führerscheine sicherer zu machen. Die Daten werden künftig in einer Datenbank hinterlegt, damit ein Missbrauch verhindert wird. Für die deutschen Führerscheinbesitzer heißt es daher, umtauschen – früher oder später, denn der Umtausch soll gestaffelt erfolgen. Spezielle Fristen wurden festgelegt, die sich nach dem Geburtsjahr oder dem Ausstellungsjahr richten.

• Liegt das Geburtsjahr des Fahr­erlaubnisinhabers zwischen 1953 und 1958, soll der Umtausch bis 19. Januar 2022 erfolgen. Sind Sie zwischen 1959 und 1964 geboren, haben Sie bis zum 19. Januar 2023 Zeit. Liegt Ihr Geburtsjahr zwischen 1965 und 1970, steht der Umtausch bis Januar 2024 an. Liegt das Geburtsjahr 1971 oder später, muss der Umtausch bis 19. Januar 2025 erfolgen. Fahrerlaubnis­inhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins.

• Bei Führerscheinen, die ab 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, richtet sich die Umtauschfrist nach dem Ausstellungsjahr. Zum Beispiel 1999-2001: Umtausch bis Januar 2026. Ausstellungsjahr 2002-2004: Umtausch bis 2027; Ausstellungsjahr 2005-2007: Umtausch bis Januar 2028.

Der Umtausch ist verpflichtend, andernfalls droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Um den neuen Führerschein zu erhalten, gehen Sie in der für Sie gesetzten Frist zur Führerscheinstelle in Ihrem Landkreis. Dort stellen Sie einen „Antrag auf Umtausch Ihrer Fahrerlaubnis für Motorrad- und Pkw-Klassen“. Eine Gesundheitsuntersuchung oder Prüfung ist für den neuen Führerschein nicht notwendig.

Folgende Dokumente sind mitzubringen: Personalausweis oder Reisepass, biometrisches Passfoto und der aktuelle Führerschein. Was die Gültigkeit des Führerscheines angeht, so gilt: Sie dürfen Pkw und/oder Motorräder weiterhin unbefristet fahren. Nur die Gültigkeit des Führerschein-Dokumentes wird auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf der Frist muss dann erneut ein Antrag bei der Führerscheinstelle gestellt werden. kb

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