Zugspitzbahn
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Gedenken an verstorbene Polizeibeamten auf der Zugspitze muss dieser Jahr leider erneut abgesagt werden.

Abstands- und Hygieneregeln lassen Feier in der Kapelle nicht zu

Gedenken an verstorbene Polizeibeamten auf der Zugspitze erneut abgesagt

GAP - Seit dem Jahr 1953 wird am zweiten Sonntag im September zum Gedenken aller im Dienst verstorbenen Polizeibeamten sowie den im Zugspitzgebiet tödlich verunglückten Bergfreunden die Gatterlmesse auf der Zugspitze gefeiert. Auf Grund der noch immer andauernden Corona-Pandemie und damit verbundener Hygieneauflagen muss der traditionelle Gottesdienst heuer leider erneut abgesagt werden. Dennoch wird den Verstorbenen an diesem Tag ganz besonders gedacht.

Es ist eine lange Tradition bei der Bayerischen Polizei, am zweiten Sonntag im September auf dem höchsten Berg Deutschlands den vor fast 69 Jahren an dieser Stelle getöteten Kollegen zu gedenken. Am 20. Dezember 1952 riss eine Lawine vier Grenzpolizisten und einen Vorarlberger Skibergsteiger am sogenannten Zugspitzgatterl in den Tod. Seit 1953 findet deshalb jährlich die traditionelle Gatterlmesse an der Kapelle Maria Heimsuchung auf dem Zugspitzplatt statt. Die Andacht ist den Opfern des Lawinenunglücks von 1952, allen Angehörigen der Bayerischen Polizei, die in Ausübung ihres Dienstes den Tod fanden sowie allen Berg- und Skisportlern, die im Zugspitzgebiet tödlich verunglückt sind, gewidmet.

Nachdem auf Grund der noch immer geltenden Abstands- und Hygieneregeln der Gottesdienst nicht in der Kapelle, sondern im Freien hätte gefeiert werden müssen und dies auf Grund der vorherrschenden Bedingungen nicht möglich ist, musste Polizeipräsident Robert Kopp die Veranstaltung auch heuer schweren Herzens absagen.

Dennoch erinnert er an die zahlreichen Einsätze, zu denen die Kollegen der Alpinen Einsatzgruppe gemeinsam mit den Kameraden der Bergwacht auch im vergangen Jahr gerufen wurden. „Nicht nur der noch sehr präsente Einsatz nach dem tragischen Unglück in der Höllentalklamm Mitte August diesen Jahres, sondern jeder einzelne Einsatz am Berg, erfordert von den Angehörigen der Polizei und der Bergwacht ein hohes Maß an Engagement. Unter zum Teil widrigsten Bedingungen müssen sie immer wieder neuen Mut aufbringen und sich teilweise selbst in Gefahr bringen, um den Bürgerinnen und Bürgern Schutz und Sicherheit zu gewähren. Dafür kann man nicht oft genug „DANKE und Vergelt’s Gott“ sagen!“ In seinen Dank schloss der Polizeipräsident auch die Polizeiseelsorge, die bei den oftmals belastenden Einsätzen eine umfassende Unterstützung der Polizeibeamten gewährleistet, ausdrücklich mit ein.

Um zu verhindern, dass sich die Beamten der Alpinen Einsatzgruppen der Polizei sowie die Kameraden der Bergwacht überhaupt in gefährliche Einsätze begeben müssen, richtet sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit einem eindringlichen Appell an alle Bergfreunde:

- Planen Sie Ihre Tour im Voraus immer sorgfältig!

- Passen Sie Ihre Ausrüstung der jeweiligen Unternehmung an!  Ein Erste-Hilfe-Set und ein Mobiltelefon sollten immer zur Grundausstattung gehören!

- Achten Sie auf gutes Schuhwerk!

- Schätzen Sie sich und Ihr Können richtig ein! kb

Quelle: Kreisbote

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