Wetter
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Auch beim Workshop am St. Ursula Gymnasium Lenggries rauchten die Köpfe: Schülerinnen erarbeiten ihre Forschungsfragen zum Wetter im Oberland. Lehrerin Tamara Höcherl (re.) und Cornelia Baumann von der Energiewende Oberland überlegen mit.

Jugendliche stellen Forschungsfragen an eigene Wettermessungen

Wetter im Oberland

GAP – Hat es in diesem Jahr zu viel geregnet? Warum weichen die Ergebnisse von Wetter-Messgeräten, die nah beieinander stehen, trotzdem voneinander ab? Und wie hat sich der Niederschlag in den letzten 130 Jahren verändert? Nach drei Monaten Wettermessen und -beobachten im Projekt KARE-Citizen Science rauchten bei den Abschlussworkshops an drei Schulen im Oberland die Köpfe, als es darum ging, eigene Forschungsfragen an die Messdaten zu entwickeln und Antworten zu finden. Ihre Ergebnisse können die Jugendlichen im kommenden Herbst bei einem Aktionstag an ihren Schulen St. Ursula Gymnasium Lenggries, Gymnasium Geretsried und Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen vorstellen. Oder, wenn sie möchten, sogar bei der Konferenz im Projekt KARE, wo Wissenschaftler*innen zum Thema Anpassung an den Klimawandel zusammenkommen.

Um den Jugendlichen bei ihren Fragen zum Wetter im Oberland auf die Sprünge zu helfen, stellte Cornelia Baumann von der Energiewende Oberland Material zur Verfügung: Bilder zur Überschwemmung im Murnauer Moos vom Juli diesen Jahres, einen Auszug aus Temperatur- und Niederschlagsdaten, die die Jugendlichen gemessen haben oder eine Übersicht über die mittlere Lufttemperatur und Niederschlagshöhe der vergangenen 30 Jahre. In kleinen Gruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an ihrer Forschungsfrage, überlegten, welche Daten sie zur Beantwortung brauchen und welche Hintergrundinformationen notwendig sind. Anschließend konnten sie ihre Ideen über Internetverbindung den beteiligten Wissenschaftlern von Ludwig-Maximilians-Universität München und Freier Universität Berlin vorstellen, bekamen Tipps, wie sie ihre Fragen konkretisieren können, und konnten Aufträge an diese vergeben z.B. zu längeren Datensätzen von einem bestimmten Messgerät oder Wetterdaten der Region Oberland vom Deutschen Wetterdienst.

Wie sie ihre Ergebnisse dann im Herbst vorstellen? „Videos gibt es heute doch viele. Wir machen das Old School und präsentieren mit einem Plakat“, so eine der Schulgruppen. Ob modern oder nach „alter Schule“ präsentiert – auf die Ergebnisse der jungen Forscherinnen und Forscher kann man gespannt sein.

Das Projekt KARE-Citizen Science, das über den Förderbereich Bürgerforschung des BMBF gefördert ist, wird geleitet von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin und der Energiewende Oberland als Praxispartner statt. kb

Quelle: Kreisbote

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