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Oberammergau: Der Skulpturenweg 2002 und die Friedenstaube von Hubert Lang

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Friedenstaube
Die Friedenstaube von Hubert Lang vor dem Pilatushaus in Ober­­ammergau hat leider an neuer Aktualität gewonnen. ©  privat

Oberammergau – Nach der Passion 2000 wurde von der Gemeinde Oberammergau beschlossen, einen Skulpturenweg für die regionalen Bildhauer auszuschreiben, um an die jahrhundertelange Tradition der Bildhauerei im Ort anzuknüpfen. Als Thema für den ersten Skulpturenweg im Jahr 2002 wurde „Mensch und Tier“ gewählt. Zwei weitere Skulpturenwege wurden dann 2004 und 2007 durchgeführt und sorgten für überraschende und künstlerische Akzente im Zentrum des Dorfes.

Es wurden 13 Skulpturen – überwiegend aus Holz – ausgewählt und im Dorf zwischen Passionstheater und Kirche prominent aufgestellt. Hubert Lang beteiligte sich mit seiner Bronzeskulptur einer „Friedenstaube“ am Wettbewerb. Seine Skulptur wurde ausgewählt und im Garten des Pilatushauses vor der prächtigen Fassade aufgestellt. Und sie steht noch immer an diesem Platz.

Bereits im Jahr 2000 konnte Hubert Lang auf der Insel Wörth/Staffelsee neben der Inselkapelle eine ähnliche Friedenstaube aufstellen. Damals hatte er mit dem Friedensdenkmal die Hoffnung auf zukünftige Jahre des Friedens im neuen 21.Jahrhundert verbunden. Leider hat die Realität diese optimistische Vision zerstört. Auch auf Deutschland, das über 70 Jahre Frieden hatte, fällt heute der Schatten des aktuellen Krieges in der Ukraine.

Die Taube erinnert an die Arche Noah. Der Vogel wurde von Noah ausgesandt und brachte bei seiner Rückkehr einen Olivenzweig zurück als Signal der nun überwundenen Sintflut. Die Taube steht als Sendbote auf der Weltkugel, die von einer Säule getragen wird. Sie soll den Frieden in alle Welt tragen.

Hubert Lang konnte seit 2002 drei weitere Skulpturen mit der Friedenstauben aufstellen, die er immer als Friedensdenkmäler verstanden haben will: in Amoltern/Endingen a. Kaiserstuhl, Riegel a. K. und in Seeshaupt am Starnberger See. Der heute in Riegel am Kaiserstuhl lebende Künstler, von dem u.a. auch der Rottwagen vor dem Museum steht, plant für die Zukunft weiter Friedenstauben-Denkmäler und zwar in Colmar und Erstein (Elsass) und Lucca (Toskana). kb

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