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Schockanrufer ergaunern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Bargeld und Wertsachen im Wert von 90.000 Euro

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Schockanrufer
In Garmisch-Partenkirchen ergaunerten sich Schockanrufer rund 90.000 Euro von mehreren Seniorinnen. (Symbolbild) © PantherMedia / stockasso

Landkreis - Vergangene Woche hatte eine Seniorin im Landkreis Garmisch-Partenkirchen durch einen Schockanruf von Telefonbetrügern Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 50.000 Euro verloren (wir berichteten). Am gestrigen Donnerstag, 11. August 2022, wurden nun leider gleich mehrere Personen in gleichgelagerten Fällen Opfer dieser perfiden Masche. Die Polizei warnt eindringlich vor den hinterhältigen Betrugsanrufen!

Zwei 80- und 86-jährige Seniorinnen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen erhielten gestern Mittag jeweils einen Anruf von einer weinenden Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Den Seniorinnen wurde von einem „Rechtsanwalt“ mitgeteilt, dass ihre Töchter einen tödlichen Unfall verursacht hätten und zur Abwendung einer Haftstrafe nun eine hohe Geldsumme zahlen müssten. Die erschrockenen Damen schenkten der erlogenen Geschichte Glauben und übergaben nach längeren Telefonaten letztlich Bargeld und Schmuck im Wert von rund 90.000 Euro an einen Kurier, der sie zu Hause aufgesucht hatte.

Eine 95-jährige Dame aus dem Landkreis Weilheim-Schongau erhielt gestern Vormittag ebenfalls einen so genannten „Schockanruf“, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihre Cousine bei einem Verkehrsunfall in München einen kleinen Buben tödlich verletzt hätte. Auch sie glaubte den Anrufern und begab sich zu ihrer Bank, um dort das geforderte Geld abzuheben. Glücklicherweise traf sie auf dem Weg dorthin eine Bekannte, der sie sich letztlich anvertraute und die den Betrug erkannte. So konnte dieser in letzter Minute noch abgewandt werden und der Dame entstand kein Schaden.

Noch dreister mutet die Masche an, durch die ein 86-jähriger aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen beinahe einen hohen finanziellen Schaden erlitten hätte. Der Senior erhielt zunächst den „klassischen“ Anruf, dass sein Enkel einen tödlichen Autounfall verursacht hätte und er nun durch Zahlung einer hohen fünfstelligen Summe dessen Inhaftierung verhindern könne. Kurz darauf klingelte es erneut bei dem 86-Jährigen und nun meldete sich ein angeblicher Kripobeamter des Betrugsdezernats, der ihm zusicherte, dass alles seine Richtigkeit habe und er völlig unbesorgt sein Geld übergeben könne. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass sich der Senior doch noch bei der „richtigen“ Polizei meldete, um die Telefonnummer des Betrugsdezernats zu erfragen, so dass es auch hier glücklicherweise zu keiner Geldübergabe kam.

Die perfiden Maschen der Betrüger sind zwar hinlänglich bekannt, dennoch werden leider immer noch vor allem Seniorinnen und Senioren Opfer der erfundenen Geschichten, wodurch sie teilweise horrende Summen verlieren. kb

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