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Schülerinnen der Garmisch-Partenkirchner St. Irmengard-Schulen überzeugen bei „Jugend forscht“

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Von: Margot Schäfer

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Jugend forscht
Das sind die Gewinnerinnen (ab 2.v.l.): Charlotte Wimmer, Magali Leidel, Saskia Schulze, Eszter Moldavi, Victoria Hartung und (nicht im Foto) Sophia Clement. Schulleiter Otmar Würl und Projektbetreuerin Dr. Sabine Wimmer-Kleikamp (2.v.r.) sind stolz auf die Schülerinnen. © Meggy Schäfer

GAP – Dreimal Platz 1, zweimal Platz 2, fünf Sonderpreise und die Nominierung zur „Bayerischen Forscherschule des Jahres 2022“ – das ist sensationell. Der Jubel im erzbischöflichen St. Irmengard-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen war riesengroß, als die Ergebnisse des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ bekanntgegeben wurden. Lehrerin und Projektbetreuerin Dr. Sabine Wimmer-Kleikamp ist überwältigt. „Wow, ihr seid spitze, das ist sensationell“, findet Schulleiter Otmar Würl.

Sieben spannende Arbeiten hatte die Schule zum Regionalausscheid Voralpenland, den das Unternehmen Hoerbiger Deutschland Holding GmbH Schongau ermöglicht, eingereicht. Er musste auch 2022 online stattfinden. Bei der Zweitplatzierten im Fachgebiet Arbeitswelt, Charlotte Wimmer (Q12). ging es um Analysen von Luftschadstoffen im Skigebiet Zugspitze. Sophia Clement (6b), mit einem zweiten Platz (Biologie) ausgezeichnet, untersuchte Zeckenarten. Saskia, Magali und Viktoria sind die drei Erstplatzierten und zum Bezirksausscheid in München delegiert. Saskia Schulze (Q12) thematisierte in einer „Verhaltensstudie über Legehennen aus einer Bodenhaltung“ die Anpassungsfähigkeit von Tieren, die aus einer industriellen Haltungsform in die Bodenhaltung umgesiedelt wurden. Ebenfalls im Fach Biologie befasste sich Magali Leidel (Q 12) mit der Rückkehr des Fischotters ins Murnauer Moos. Achtklässlerin Victoria Hartung trat im Fach Chemie an. Ihr Thema war der Tintenkiller. „Mit meinem Projekt wollte ich herausfinden, ob man ‚gekillerte‘ Tinte wiederherstellen und die Schreibseite des Tintenkillers löschen kann“, erklärt sie. „Wir hatten ihre Arbeit für Chemie angemeldet, obwohl für Victoria das Unterrichtsfach erst in der 9. Jahrgangsstufe auf dem Stundenplan steht“, erläutert Dr. Wimmer-Kleikamp. Das zeugt vom großen Interesse der Schülerinnen für die Naturwissenschaften, von ihrer Begeisterung, sich in der „Jugend forscht“-AG einzubringen.

St. Irmengard kann sich außerdem beste Chancen ausrechnen, dass aus der Forscherschul-Nominierung eine Ernennung für 2022 wird. „Die Ehrung wurde dem Werdenfels-Gymnasium 2013 zugesprochen“, sagt Markus Baur, Physiklehrer und „Jugend forscht“-Koordinator an dieser weiterführenden Schule. Erfolgsverwöhnt in den Vorjahren, hatten seine Schüler ihre Nasen diesmal nicht ganz so weit vorn.

Er kann Keano Venner und Lukas Scholz, beide aus der 8. Jahrgangsstufe, die das Thema „Kann eine Drohne für Aufforstungen genutzt werden?“ hinterfragten, zum Sonderpreis beglückwünschen. Auch dass die Sechstklässler Felix Werner und David Hannemann im Bereich ‚Mathematik/Informatik‘ für ihr Projekt „Kann man auf einem Retrocomputer kleine Spiele programmieren?“ einen dritten Platz belegten, freut ihn sehr. Das Wichtigste ist das große Engagement, mit dem alle dabei waren. Markus Baur und seine Kollegin von St. Irmengard hoffen, dass sie 2023 wieder mit den Schülerinnen und Schülern nach Schongau zum Wettbewerb fahren können. „Der Austausch untereinander vor Ort, das Über-den-Tellerrand blicken, beim Experimentieren zuschauen ist unersetzbar“, sagt Dr. Wimmer-Kleikamp.

Bis dahin gilt es, das Interesse und die wissenschaftliche Neugier der Nachwuchsforscherinnen und -Nachwuchsforscher wach zu halten. An neuen Ideen wird bereits getüftelt. „Es dürfte wenige Orte geben, an dem sich zwei Schulen so erfolgreich in den „Jugend forscht“-Wettbewerben engagieren“, ist Baur sicher. Für den Bezirksausscheid heißt es jetzt für die Erstplatzierten, ihre Projekte zu überarbeiten und für alle anderen, fest die Daumen zu drücken. sm

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