Uni-Standort
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Garmisch-Partenkirchen wird zu einem Uni-Standort entwickelt. Darüber freuen sich (v.l.) MdB Alexander Dobrindt, der Staatsminister für Wisschenschaft und Kunst Bernd Sibler, Erste Bürgermeisterin Elisabeth Koch und MdL Harald Kühn.

Staatsminister Sibler kann zwei Professuren für das Forschungszentrum Geriatronik zusagen

Garmisch-Partenkirchen wird Universitätsstandort

  • Ilka Trautmann
    VonIlka Trautmann
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GAP – Das ist eine Botschaft, die nicht nur Erste Bürgermeisterin Elisabeth Koch strahlen lässt: Der bayerische Staatsminister für Kunst und Wissenschaft, Bernd Sibler, hatte jetzt bei einer Stippvisite in Garmisch-Partenkirchen die Zusage für zwei Professuren für das Forschungszentrum Geria­tronik – einer Außenstelle der TU München – dabei.

„Das ist der Startschuss für die bauliche Realisierung des geplanten Campus“, ist auch Alexander Dobrindt zufrieden. Der CSU-Bundestagsabgeordnete hatte den Besuchstermin am Forschungszentrum Geriatronik Garmisch-Partenkirchen der TU München organisiert und seinen Parteikollegen Bernd Sibler auf dem Rundgang begleitet. Für den Wissenschaftsminister ist es konsequent, die „segensreichen“ Forschungsaktivitäten in Garmisch-Partenkirchen im Rahmen der KI-Offensive (Künstliche Intelligenz) der Bayerischen Staatsregierung als TUM-Campus institutionell zu entwickeln.

Die bauliche Umsetzung des interdisziplinären Geriatronik-Campus rückt dank der zwei zugesagten Professuren in greifbare Nähe – das Grundstück am Bahnhofsareal West soll den Wissenschaftlern der TUM unter Federführung von Prof. Sami Haddadin die Spitzenforschung in der Modellkommune dauerhaft ermöglichen.

Der intelligente Aissistenz-Roboter „GARMI“, der in Garmisch-Partenkirchen designed wurde, soll ältere Menschen einmal bei alltäglichen Handgriffen unterstützen und darüber hinaus ein intelligentes Werkzeug für die Telemedizin sein. Bei „GARMI“ setzt man neben 3D-Kameras als Augen und Mikrofonen als Ohren auch auf humanoide, feinfühlige Hände mit Tastsinn.

Minister Sibler ist sich klar darüber, dass Garmisch-Partenkirchen sehr gute Voraussetzungen für diese Spitzenforschung bietet, nicht zuletzt durch die Verknüpfung mit LongLeif. „Jede Entwicklung beginnt mit einem ersten Schritt und ein paar mehr haben wir jetzt hier in Garmisch-Partenkirchen schon geschafft“, ist er überzeugt. Für Erste Bürgermeisterin Elisabeth Koch ist die Zusage „bahnbrechend“. Stolz hält sie das improvisierte Schild „Uni-Standort GAP“ in den Händen und erntet für ihren Einsatz viel Lob. Alexander Dobrindt: „Sie hat mit Leidenschaft und einem überzeugenden Konzept die Grundlage geschaffen.“ Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber ergänzt: „Die Bürgermeisterin hat uns Tag und Nacht zugesetzt. Das Projekt ist ihr eine Herzensangelegenheit.“ Sein Landtagskollege Harald Kühn sieht große Vorteile: „Mit Garmisch-Partenkirchen als Universitätsstandort können die zwei Bereiche Gesundheits- und Bildungsregion miteinander vereint werden. Was das strukturmäßig zu bedeuten hat, kann man noch gar nicht abschätzen.“

Mit der Planstellen-Zusage von Wissenschaftsminister Sibler gewinnt das Leuchtturm-Projekt weiter an Kontur. Denn was hier erforscht wird, bringt nicht nur greifbaren Nutzen. „So ausgereift gibt es diesen neuen Wissenschaftszweig der Assistenzrobotik sonst nirgendwo“, weiß Alexander Dobrindt. Weder in China, noch in den USA forsche man so weit fortgeschritten in diesem neuen Bereich.

Wie viele Studenten und Professoren in Zukunft in der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen arbeiten werden, ist noch ungewiss. Auch, wann die Baumaßnahme auf dem 29 000 Quadratmeter großen Bahnhofsareal starten kann. Auf dem Campus sollen später einmal Forschung, Lehre und Pflege eng miteinander verzahnt werden. Die Finanzierung steht auf drei Säulen: Freistaat Bayern, TU München und Drittmittel (Longleif GaPa gGmbh). tra

Quelle: Kreisbote

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