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Tanz auf die „Alpensinfonie“: Im Rahmen der Strauss-Tage treten Schülerinnen und Schüler auf

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Von: Franziska Pawel

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Tänzerinnen und Tänzer
Die Proben mit Tanzkünstlerin Ellen Steinmüller und ihrem dreiköpfigen Tanz-Team sind schon angelaufen. Gearbeitet wird an der Schule mit einer aufführungsorientierten Arbeitsweise, die sich speziell an unerfahrene Tänzerinnen und Tänzer richtet. © FOTOPRESS THOMAS SEHR

GAP – „Jungen Leuten zeigen was in ihnen steckt“, bringt Tanzkünstlerin Ellen Steinmüller es auf den Punkt. Dass ist das Ziel des Projektes „Alpensinfonie - ein Tanzprojekt“, welches vom Kiwanis-Club Garmisch-Partenkirchen initiiert wurde.

Ausdrucksvoll und mit viel Spaß bei der Sache bewegen sich die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler bei den Proben durch die Sporthalle. Es ist bereits das vierte Tanzprojekt, dass an der Bürgermeister-Schütte-Schule organisiert wird. Bei der Umsetzung arbeitet die Schule, wie schon einige Male zuvor, Hand in Hand mit dem Kiwanis-Club und dem Richard-Strauss-Institut.

Im letzten Jahr setzten die Schülerinnen und Schüler die „Alpensinfonie“, von Richard Strauss (1864-1949) in einem Kunstprojekt bildnerisch um. Die entstandenen Werke wurden innerhalb einer Vernissage an den Strauss-Tagen präsentiert.

Dieses Jahr soll die lebendige Programmmusik, die 1915 uraufgeführt wurde, vertanzt werden. Als 15-Jähriger hatte sich der leidenschaftliche Bergsteiger Strauss auf eine Wanderung auf den Heimgarten begeben und war beim Abstieg in ein Unwetter geraten. Am nächsten Tag fantasierte er über dieses Erlebnis am Klavier. Aus dieser Erinnerung heraus entstand das Konzept, eine ganztägige Bergbesteigung in einer sinfonischen Dichtung zu schildern. Dr. Dominik Sedivy vom Richard-Strauss-Institut weiß, was für eine große Bedeutung die „Alpensinfonie“ in Garmisch-Partenkirchen hat. „Strauss ist hier zum greifen nahe“, so der Strauss-Kenner. Er freut sich darüber, dass er durch das Projekt den Kindern die Kultur hier im Ort vermitteln kann.

All die Empfindungen im Werk werden durch die Choreografie von Tanzkünstlerin Ellen Steinmüller transportiert. Die Proben mit ihr und ihrem zurzeit dreiköpfigen Tanz-Team sind schon angelaufen. Gearbeitet wird an der Schule mit einer aufführungsorientierten Arbeitsweise, die sich speziell an unerfahrene Tänzerinnen und Tänzer richtet. Alles was man für den Anfang braucht, ist Energie und das haben die Kinder laut Steinmüller „tonnenweise“. Wichtig ist ihr, dass sie aus den Kindern keine Tänzerinnen und Tänzer machen möchte, sondern ihnen Fähigkeiten für`s Leben mitgibt. Auch Schulleiterin Stefanie Schmidt ist begeistert von dem Projekt, da sie so den Kindern „von jeder Seite etwas mitgeben kann“. Zeigen, was sie alles gelernt haben, dürfen die 5. bis 8. Klässlerinnen und Klässler dann am Donnerstag, den 28. Juli 2022. Innerhalb der Strauss-Tage treten sie um 10:30 Uhr und um 18:00 Uhr im Saal Werdenfels im Kongresshaus auf. Wobei der Vormittagsauftritt als Schülerveranstaltung gedacht ist. Auf der Bühne werden im Juli ca. 100 Schülerinnen und Schüler auftreten. Bis dahin wird regelmäßig jede Woche in der Sporthalle der Schule trainiert. 14 Tage vor dem Auftritt, und nach dem Notenschluss, beginnt die Intensivphase. Von da an wird jeden Tag sechs Stunden lang getanzt. Um das Pensum zu schaffen, steigt noch eine vierte Tanzkünstlerin mit ins Training ein. Peter Bitzl, der Präsident des Kiwanis-Clubs, freut sich darauf auf der Bühne zu sehen, was sich die Kinder erarbeitet haben. Und hofft, dass sie aus dem Projekt etwas für sich und für das Leben mitnehmen können. fzi

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