Liebt ihre Arbeit: Kinderkrippen-Leiterin Marieta Helbling mit ihren Zöglingen. Foto: thurn

Krippe in Murnau vor zehn Jahren eröffnet - Warteliste wurde länger und länger

Murnau - Zehn Jahre lang sorgt die Kinderkrippe nun schon dafür, dass auch die kleinsten Murnauer bestens betreut werden. Die Einrichtung öffnete erstmals am 1. Oktober 2001 ihre Pforten.

Die Krippe, deren Träger der Sozialdienst katholischer Frauen ist, startete im Kemmelpark mit zwölf Plätzen. Anfangs wurde das Angebot nicht recht angenommen. Doch „irgendwann wurde die Warteliste länger und länger“, sagt Leiterin Marieta Helbling. Also wurde aufgestockt: Jetzt sind 40 Buben und Mädchen untergebracht. „Heuer haben alle Suchenden einen Platz bekommen“, sagt Helbling erfreut.

Den demografischen Wandel bekommt die Murnauer Kinderkrippe also nicht zu spüren. Helbling vermutet, dass viele Eltern mit Kleinkindern in den Ort ziehen: „Ich glaube, dass Murnau attraktiv für junge Familien ist. Man weiß sein Kind vom sechsten Monat bis zum 14. Lebensjahr betreut.“ Helbling mit ihrem elfköpfigen Team kümmert sich um die Kleinsten bis zu drei Jahre. Ist das nicht zu früh für eine Betreuungseinrichtung? Helbling findet nicht. Ein Kind suche ab einem Alter von 14 Monaten den Kontakt zu Gleichaltrigen.

Für altersgerechte Angebote ist gesorgt, sodass manche Eltern nicht nur aus beruflichen, sondern auch aus pädagogischen Gründen ihren Nachwuchs in Betreuung geben. Jedes Mädchen und jeder Bub hat ein eigenes Bett, es gibt Bäder, Essen aus der Küche der Unfallklinik Murnau sowie ein Projektzimmer zum Turnen oder für Kunstprojekte. Und: „In der Regel gehen wir bei jedem Wetter raus.“ Zum Beispiel in den großen Garten mit allerhand Spielzeug. Hinzu kommt „ein ganz wichtiger“ Aspekt: die Beobachtung. „Wir können Defizite früh erkennen und fördern.“ Das hört sich anstrengend an - ist es auch, sagt Helbling. „Trotzdem liebe ich meine Arbeit. Ich finde es unglaublich, was so kleine Menschen leisten können und wie sie sich entwickeln.“

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