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Stolze Investition: Großweils Bürgermeister Manfred Sporer vor dem neugebauten Haus für die Krippe (l.) und dem Altbau des Kindergartens. 

Großweiler Gemeinde-Kindergarten St. Georg

Krippen-Neubau löst Raumnot

Großweil - Großweils Bürgermeister Manfred Sporer (CSU) kann aufatmen: Die Raumnot im gemeindlichen Kindergarten St. Georg ist endlich behoben – mit einem großzügigen Neubau direkt neben der bestehenden Betreuungseinrichtung.

Gedacht ist die Erweiterung für eine Kinderkrippe mit bis zu 15 Plätzen für Ein- bis Dreijährige sowie für Räume, in denen das Personal konferieren, eine Pause machen und Elterngespräche führen kann. „Ich bin begeistert. Jetzt muss das Haus nur noch mit Leben erfüllt werden“, sagt der Rathaus-Chef. Am Sonntag, 28. Februar, wird die offizielle Einweihung groß gefeiert.

Der Ruf nach dem Krippen-Anbau wurde schon vor Jahren laut. Die beengten Verhältnisse in dem Mitte der 1980er Jahre eröffneten Kindergarten, den heute rund 50 Mädchen und Buben besuchen, wurden immer wieder bemängelt. Vor etwa drei Jahren kochte das Thema hoch, weil ein Kind, das noch einen Mittagsschlaf brauchte, notgedrungen diesen in einem Büroraum halten musste (wir berichteten). Es kam in diesem Zusammenhang auch zu personellen Querelen. Man habe damals, als es noch keinen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gab, freiwillig die ganz Kleinen unter drei Jahren aufgenommen, erinnert sich Sporer – und dabei nicht bedacht, dass diese einen erhöhten Schlafbedarf haben und dafür einen Rückzugsbereich brauchen. So sei es zu den Engpässen gekommen. „Rückblickend war es für uns ein Ansporn, das Problem aus der Welt zu schaffen“, resümiert Sporer.

Die Gemeinde nutzte ein Förderprogramm des Freistaats, um das Bauvorhaben an der Straße Am Bad zu realisieren. Eine genaue Endabrechung liegt zwar noch nicht vor. Fest steht aber: Die über 1400 Einwohner starke Kommune kommt verhältnismäßig günstig an das neue Domizil. Die Kosten wurden mit 625 000 Euro kalkuliert, rund 380 000 Euro davon fließen in Form eines Zuschusses. Sporer schätzt, dass der Anteil der Gemeinde um die 240 000 Euro ausmacht.

Die Einrichtung wurde zügig hochgezogen. Erst im Frühjahr des vergangenen Jahres war Baustart – und jetzt ist bereits alles fertig. Sogar Mobiliar und Spielzeug sind schon vorhanden. Nur im Garten fehlt noch die grüne Wiese. Das Gebäude verfügt über ein Erd- und ein Dachgeschoss, die Wohnfläche beträgt an die 250 Quadratmeter. Auf einen Keller wurde verzichtet. Im Erdgeschoss befinden sich der große Gruppenraum mit Küche, ein Schlafzimmer, der Eingangsbereich und die sanitären Anlagen. Oben befindet sich der Mehrzweckraum für die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Sporer lobt die Raumaufteilung und hohe Funktionalität.

Eltern – auch aus den umliegenden Orten –, die für ihren Nachwuchs einen Krippenplatz suchen, können diesen bereits buchen. Erste Interessenten gibt es laut Sporer bereits. Auch könnten die vier Krippenkinder aus dem Altbau in das neue Reich umziehen.

Im Kindergarten ist die Begeisterung groß: „Ich freue mich sehr. Der Neubau ist sehr gelungen, freundlich und hell“, so Leiterin Rita Spensberger. Und auch von Franziska Steingruber, einer Vertreterin des Elternbeirats, ist nur Positives zu hören: „Es entspannt die räumliche Situation.“ Sie ist davon überzeugt, dass das Krippen-Angebot gut angenommen wird.

Andreas Seiler

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