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SPD und die Grünen wollen den Kramertunnel nicht. Das behaupten zumindest Peter Imminger und Elisabeth Koch (beide CSU). 

SPD-Mann wettert gegen Alexander Dobrindt

Kritik an den Tunneln: CSU schlägt zurück

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Garmisch-Partenkirchen - Landtagsabgeordnete von SPD und den Grünen haben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kritisiert, weil er Geld in die Tunnel von Garmisch-Partenkirchen und die Umfahrung Oberau steckt. Örtliche CSU-Granden machen nun Front gegen den politischen Gegner.

Elisabeth Koch ist sauer, richtig sauer – auf den politischen Gegner. Die Fraktionsvorsitzende der CSU im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat beklagt in einem Schreiben, dass Landtagsabgeordnete der SPD und der Grünen Kritik an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) üben, weil der dafür gesorgt hat, dass Kramer- und Wanktunnel sowie die Umfahrung Oberau im Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf stehen. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zitiert SPD-Mann Florian von Brunn mit den Worten: „Dobrindt hat bisher nichts zustande gebracht außer üppigen Straßenbauprojekten für den eigenen Wahlkreis.“ Grünen-Verkehrsexperte Markus Ganserer wirft Dobrindt ebenfalls vor, den heimatlichen Wahlkreis, zu dem Garmisch-Partenkirchen und Oberau zählen, zu bevorteilen.

Dass sich SPD und Grüne im Maximilianeum gegen Kramertunnel und Umfahrung Oberau stellen, nennen die CSU-Frontfrau und Oberaus Bürgermeister Peter Imminger „einen Schlag ins Gesicht für alle Bürger und Pendler im Landkreis“. Kochs und Immingers Fazit: „SPD und Grüne wollen den Kramertunnel und die Umfahrung Oberau nicht.“ Und die beiden lokalen CSU-Granden weiten ihre Kritik auf die beiden SPD-Bürgermeister Dr. Sigrid Meierhofer (Garmisch-Partenkirchen) und Martin Wohlketzetter (Farchant) aus. Sie hätten verschwiegen, dass die bayerischen Sozis meinten, das Geld für die Ortsumfahrungen in der Region „könnte wesentlich besser investiert werden“.

Meierhofer will diese Schelte nicht auf sich und den Sozialdemokraten sitzen lassen. Für sie steht der Kramertunnel „nicht zur Diskussion“. Garmisch-Partenkirchen sei in der Vergangenheit, was Verkehrsprojekte angeht, „oft genug vergessen worden. Ich bin über das Erreichte froh“. Sie weiß, warum ihr Parteikollege Florian von Brunn, den Meierhofer persönlich kennt, in dieser Form gegen die Tunnel und die Umfahrung wettert. „Er ist enttäuscht, weil es bei der Schiene nicht weitergeht.“ Der Umweltgedanke und der Öffentliche Personennahverkehr spielten bei ihm eine wichtige Rolle. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Garmisch-Partenkirchen – München steht derzeit nicht zur Debatte. Dass dem so ist, hatte auch der Fahrgastverband Pro Bahn beklagt.

Die Bedürfnisse und die Lebensqualität der Bürger sehen Koch und Imminger am besten durch die Verkehrsentlastung gewahrt. Deshalb stehen sie voll hinter ihrem Parteifreund Dobrindt, „der die Interessen unserer Heimat mit Vernunft und Augenmaß vertritt“.

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