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Rückblick mit Witz: Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (l.) erläutert den Gästen des Festaktes den langen Weg bis zur Fertigstellung des Stegs – Späße inklusive.

Ein Gewinn für den Ort

Krün feiert einen besonderen Brückentag

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Krün - Diese Idee hielt sich seit den 1990er Jahren hartnäckig in den Köpfen der Krüner. Sie blieben am Ball und haben ihren Wunsch nie aus den Augen verloren. Gestern war es endlich soweit: Bei einem „überschaubaren, aber herzlichen“ Festakt, wie ihn Bürgermeister Thomas Schwarzenberger bezeichnete, wurde der Fußgängersteg am Isarkanal eingeweiht.

Die Vorschläge trudeln schon ein. „Isarauensteg“ ist so einer, den Planer Wolfgang Schwind vorbrachte. Wie wäre es mit „Obama-Steg?“, scherzte G7-Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU). Da hakte plötzlich Pfarrer Michael Wehrsdorf ein. Dem Geistlichen würde natürlich ein anderer Namenspatron besser gefallen. „Wir könnten auch einen Heiligen nehmen.“ Auf welchen Namen der Fußgängersteg am Isarkanal tatsächlich getauft wird, darüber kann sich der Krüner Gemeinderat künftig noch den Kopf zerbrechen. Am Mittwoch stand etwas anderes im Fokus: die feierliche Einweihung der Brücke ins Gries.

Schon oft ist der Rathauschef in Gedanken über den Kanal spazieren gegangen. Zum Beispiel 2007, als er Wind von den Sanierungsmaßnahmen am Kanal bekam. Er musste sich noch gedulden. Erst 2014 rückte das Vorhaben näher. Der Gemeinderat und der Stromversorger Eon gaben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Krün meisterte anschließend jede Hürde, kämpfte für die 14 Meter lange Stahl-Holzbrücke, die insgesamt 56 Tonnen wiegt. Auch eine Lösung für die Finanzierung wurde gefunden. Rund 255 000 Euro kostet der noch namenlose Steg. „Wir gehen von einer Förderung von 150 000 Euro aus“, erläuterte Schwarzenberger den Zaungästen und Projekt-Verantwortlichen. Gut 100 000 Euro muss die Gemeinde stemmen.

Ein Betrag, der ihm zufolge mehr als gerechtfertigt ist. Denn die Brücke bringt eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur mit sich – durch den Anschluss zum Schul-, Sport- und Spielgelände. Oder auch zum Festplatz. Das dürfte für so manch einen ein Vorteil beim Heimweg sein, sagte Schwarzenberger mit verschmitztem Grinsen.

Er ist zufrieden mit dem Ergebnis. Der Steg sei ein absoluter Gewinn für den Ort. Mit der Einweihung ist nun das dritte Projekt der Dorferneuerung beendet worden. Jetzt hofft Schwarzenberger, dass dem Freistaat das Geld für Krün nicht ausgeht. Denn die nächsten Vorhaben – wie die Ortskernsanierung in Klais – stehen vor der Tür. Der Bürgermeister bleibt dran, er will Krün für die Zukunft rüsten.

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