Einsätze der Bergwacht Krün

Ausflug endet tragisch: Familienvater stirbt auf Wallgauer Maxhütte

Das Kirchweih-Wochenende hat die Bergwacht Krün auf Trab gehalten. Gleich dreimal musste die Bereitschaft ausrücken. Der tragischste Einsatz führte sie hinauf zur Wallgauer Maxhütte.

Krün/Wallgau – Buchstäblich aus dem Leben gerissen wurde am Freitag ein Familienvater aus Brandenburg. Den 52-jährigen Mann aus Kolkwitz ereilte auf der Wallgauer Maxhütte der plötzliche Herztod. Mit Frau und Kind war der Urlauber hinauf zu dem Aussichtslokal gewandert. Gerade als er sich auf der Sonnenterrasse das Essen bestellt hatte, geschah das Unglück. Sofort versuchten Ersthelfer, den Mann zu reanimieren. Zwei Krüner Bergwachtmänner, die bereits zehn Minuten später eintrafen, taten ebenfalls ihr Möglichstes bis zur Landung des Murnauer ADAC-Hubschraubers. Auch die Notärztin konnte dem Brandenburger nicht mehr helfen. Sämtliche Wiederbelebungsmaßnahmen, auch mit Defibrillator, verliefen ohne Erfolg.

Französin hat sich bei Tour völlig übernommen

Am späten Sonntagnachmittag hatte dieselbe Besatzung mehr Glück, als sie wegen einer 23-Jährigen aus Paris ausrückten. Auf der Tour vom Soiern über die Schöttlkarspitze und die Seinsköpfe hatte sich die Französin total übernommen.

 „Die war fix und fertig“, teilt Einsatzleiter Michael Nimser mit. Völlig erschöpft musste die Frau den hochalpinen Strapazen im Bereich des Feldernkreuzes Tribut zollen. Ihre vier Begleiter, die in München arbeiten, forderten per Handy Hilfe an. Während die Pariserin mit dem Helikopter ins Tal geflogen wurde, begleitete ein Bergwachtmann die restlichen Franzosen bis zur Ochsenhütte. Dort ging’s für sie im Jeep weiter ins Tal.

Betrunkener fällt Hang hinunter

Nimser und seine Crew kamen gerade wieder nach Hause, als die Bergwacht schon wieder angefordert wurde – diesmal zur Auhütte. Dort hatte ein 46-jähriger Mittenwalder an Kirchweih wohl etwas zu tief ins Glas geschaut. Beim Austreten soll er in der Dunkelheit über einen Hang hinunter gefallen und unsanft in den Stauden gelandet sein. Dabei zog er sich eine Platzwunde am Kopf und eine Fleischwunde am Oberschenkel zu. Vier Bergwachtmänner aus Krün versorgten den Verunglückten und brachten ihn zum Depot im Gries. Dort übernahm ihn das Team eines Krankenwagens und transportierte den Kirchweih-Geschädigten ins Garmisch-Partenkirchner Klinikum.

Einsätze gab es auch im nahegelegenen Landkreis Miesbach: Nahe der Tegernseer Hütte stürzte ein Dachauer ab

Leonhard Habersetzer

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