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Freuen sich über einen erfolgreichen Tourismustag (v. l.) Aljona Timakova, Philipp Holz, Michael Eckel, Nicole Kämpf, Daniela Eichner, Martin Birchmeier und Thorsten Unseld am Stand der Murnauer Kaffeerösterei.

Zweiter Tourismustag der Zugspitz Region in Krün

Digitalisierungsoffensive im Landkreis: Unabhängig von Zeit und Raum

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Lediglich zehn Prozent der Isartaler Vermieter sind im Internet buchbar. Eine neue Online-Offensive der Zugspitz Region soll das jetzt ändern. Beim zweiten Tourismustag in Krün unter dem Motto „Total digital auch dahoam“ fällt aber auch die Frage, ob es das überhaupt braucht.

Krün – Zehn Prozent. Diese Zahl sorgte schon oft für Aufsehen. Der Zehn-Prozent-Mythos zum Beispiel, der besagt, der Mensch würde lediglich diesen Anteil seiner Gehirns nutzen. Oder der Mister Zehnprozent. Ein anonymer Geschäftsmann, der diesen Teil seines Einkommens für den guten Zweck spendet. Zehn Prozent kann eben wenig oder viel sein. So ähnlich sieht es auch die Alpenwelt-Karwendel-GmbH.

„Zehn Prozent unserer Vermieter sind momentan online buchbar“, beziffert Alpenwelt-Chefin Sabrina Blandau ihre internet-affinen Herbergsbetreiber. „Da ist noch Luft nach oben“, stellt sie sofort klar. Doch betrachtet man die jüngste Vergangenheit, ist dieser Anteil dennoch beachtlich. „Vor vier Jahren hatten wir noch lediglich zwei bis drei Prozent.“ Eine Steigerung um mehr als das Dreifache. „So betrachtet, sind wir also auf einem sehr guten Weg.“ Sie ist optimistisch, dass die Tendenz zur Online-Buchbarkeit weiterhin steigen wird.

Ende der eigenen Website?

Wie wichtig ein Internetauftritt heute ist, haben am Dienstag während des zweiten Tourismustages der Zugspitz Region im Krüner Kurhaus die zwei Vorträge der Online-Marketing-Berater Daniela Eichner und Martin Birchmeier gezeigt. „Ohne Internet geht nichts mehr“, sagt Birchmeier. „Es ist das weltweite Schaufenster, in dem sich jeder präsentieren kann.“ Dabei sollte ein Vermieter „über die eigenen Kanäle hinausschauen“. Der Experte stellte dabei am Dienstag eine kontroverse These auf: „Die klassische Website braucht es bald nicht mehr“, sagt er. Das Ende der Homepage? „Vielleicht.“ Sie würde „nur ein Kontaktpunkt unter vielen“ sein, und es würde „immer schwieriger werden, den Gast darauf zu bringen“.

Doch egal wie der Urlauber letztlich erreicht wird, ob über eigene Homepage oder via Facebook und Co. – Florian Hoffrohne gibt eines zu Bedenken. Der Geschäftsführer der Ammergauer Alpen mahnt vor einem Zwang zur Digitalisierung. „Es muss jeder Vermieter für sich selbst entscheiden, ob er online gehen will oder nicht.“ Denn jeder, der im Internet buchbar ist, muss auch damit rechnen, „dass ein Gast reserviert und 30 Minuten später vor der Tür steht“.

Der zweite Tourismustag wurde „von rund 50 Prozent Vermietern besucht“, sagt Philipp Holz, Manager der Zugspitz Region. Das freut ihn, denn es hapert oft am Interesse mancher Vermieter an Workshops oder Seminare. „Es kommen meistens die gleichen, die sich schon auskennen.“ Deshalb wird künftig eine neue E-Learning-Plattform entstehen. Damit können sich Vermieter mit Lernvideos und Seminaren weiterbilden. Online versteht sich und damit „unabhängig von Zeit und Raum“. Flankiert werden die Vorträge von Produktschulungen.

Umrahmt wurde der Tag von Ständen mit regionalen Produkten und Angeboten.

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