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Die zwei verstehen sich – nicht nur privat: Yasmin Cachemaille Grimm und Urs Grimm stehen für die Internationalität von Schloss Elmau. 

Die neuen Manager im Luxushotel

Doppelspitze saugt Elmauer Geist auf

Die Lücke, die General-Manager Nikolai Bloyd im August in Schloss Elmau hinterlassen hat, ist geschlossen – und zwar in doppelter Hinsicht. Auf den US-Amerikaner folgten zwei Schweizer: Yasmin Cachemaille Grimm und ihr Gatte Urs Grimm. Der Auftaktmonat liegt hinter ihnen. Zeit für eine Bilanz.

Elmau – „Wir haben eine spannende Aufgabe übernommen“, sagt Yasmin Cachemaille Grimm. „Und freuen uns sehr auf diese neue Herausforderung“, ergänzt ihr Mann Urs Grimm. Die erfahrenen Schweizer Touristiker sind die neuen Direktoren von Schloss Elmau – sie als General-Managerin mit der operativen Leitung, er als Managing Direktor mit Sales, Talent Development & Controlling betraut. „Wir legen Wert darauf, unsere Aufgabenbereiche für unsere über 300 Mitarbeiter genau abzugrenzen“, betont die General-Managerin. Die beiden treten die Nachfolge des US-Amerikaners Nikolai Bloyd (45) an, der seit 2010 das Luxushotel in neue Umsatz-Sphären katapultiert hatte und im August 2018 eine neue Herausforderung suchte.

Seit 3. Dezember 2018 gehören die Grimms inzwischen zum Schloss-Team und fühlen sich bereits angekommen. Das Ehepaar schwärmt davon, dass es mit offenen Armen in diesem für die beiden einzigartigen Hotel empfangen wurde.

„Dietmar Müller-Elmau leitet sein Unternehmen nicht nur mit viel Herzblut, sondern hat es geschafft, den besonderen, nur hier herrschenden Geist ins 21. Jahrhundert zu übertragen“, zollt Urs Grimm dem Eigentümer Respekt. „Wir waren total überrascht, als wir in Interlaken in dem bis dahin von uns geführten Grandhotel Victoria-Jungfrau den Anruf von ihm erhielten“, erläutert Cachemaille Grimm. „Natürlich war uns Schloss Elmau, das zu den besten Luxusresorts der Welt gehört, bestens bekannt.“

Müller-Elmau hatte gute Gründe für seine Entscheidung: „Beide sind charismatische Persönlichkeiten, die mit ihrer Erfahrung und Passion für grenzenlose Gastfreundschaft perfekt ins Team passen und Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen begeistern werden.“

Hoteliersblut bringen beide mit. Yasmins Cachemaille Grimms Eltern kommen aus der französischen und deutschen Schweiz und leiteten verschiedene Hotels, unter anderem auch im Schwarzwald, wo ihre Tochter geboren wurde. „Ich kehre jetzt also nach Deutschland zurück“, meint die 39-Jährige.

Urs Grimm (42) stammt aus Bern, ist gebürtiger Emmentaler. Kennen und lieben gelernt hatten sich beide an der „Ecole hoteliere“ beim Masterstudium in Lausanne. Seitdem setzen sie ihre Visionen eines modernen Beherbergungsbetriebs zielgerichtet um, leiteten nach dem Waldhaus Flims im Schweizerischen Graubünden dann viereinhalb Jahre besagtes Victoria-Jungfrau-Grandhotel im Berner Oberland.

Immer mit dabei ist ihr achtjähriger Berner-Sennenhund Wilu. „Er hat den Umzug in die bayerischen Alpen erstaunlich gut verkraftet, hütet bereits eifrig sein neues Zuhause mit Garten“, sagt sein Frauchen erfreut. „Den Kontakt zu Einheimischen macht er uns stets leicht“, ist sein Herrchen dem Vierbeiner dankbar.

Beide sehen es als Vorteil, dass sie Oberland-Feeling mitbringen, denn die Mentalität sei – ob in den Schweizer oder deutschen Alpen – doch ähnlich. Auch im Hotel gibt es zu Mitarbeitern und Gästen bereits gute Kontakte, denn dort haben die Grimms ihre Tätigkeit in der Winter-Hochsaison aufgenommen, waren gleich mittendrin. „Berührend, Menschen zu treffen, die seit Jahrzehnten hierher kommen und den Wandel von Schloss Elmau so positiv empfinden“, verdeutlicht Urs Grimm.

Den neuen Direktoren merkt man an, dass sie für ihre Arbeit brennen. Mit der nötigen Empathie möchten sie Neues wie zum Beispiel in die Aus- und Weiterbildung einbringen und vieles anregen. Qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, sei überall ein Thema. „Aber in einem solch charismatischem Haus“, sagt Cachemaille Grimm, „ganz gleich an welchem Platz arbeiten zu dürfen, das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Margot Schäfer

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