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Anton Simon musste schweren Herzens den Unimog LF 8 abgeben.

Feuerwehr Krün zieht Bilanz

Unimog-Streit schwingt noch nach

Krün - Deutliche Worte hat der Krüner Feuerwehr-Kommandant Anton Simon bei der Jahresversammlung gefunden. Er vermisst bei einigen Gemeinderäten beim Unimog-Thema „Feingefühl“.

Die Sache mit dem Unimog ist noch nicht ganz vergessen. „Wir sind keine Bittsteller, sondern finanzielle Unterstützer“, brachte Kommandant Anton Simon bei der Generalversammlung der Krüner Feuerwehr im Kurhaus noch einmal die brisante Geschichte vom Frühjahr auf den Tisch. Damals hatte der Gemeinderat mit 8:2 Stimmen beschlossen, gegen den ausdrücklichen Wunsch der Brandbekämpfer den lieb gewonnenen Unimog LF 8 auszurangieren.

Damit hatte die Kommune nur das vollzogen, was zuvor vereinbart wurde: Im Zuge des G7-Gipfels erhielt nämlich die Krüner Wehr ein hochgerüstetes Löschfahrzeug (LF 10) und ein Mehrzweckgefährt. Dafür sollte der 30 Jahre alte Unimog abgegeben werden. Was mit Murren der Feuerwehr dann auch geschah. Was Kommandant Simon jedoch stinkt ist der Ton einiger Gemeinderäte während der Debatte. „Da wäre ein wenig mehr Feingefühl angebracht gewesen“. Wobei das mit Sicherheit auf Lothar Ragaller junior (Bürgerliche Wählergemeinschaft) zielte, der bei der Aussprache gefrotzelt hatte: „Es kann ja nicht sein, dass wir irgendwann mehr Feuerwehrautos wie Kinder haben.“

Jetzt ist die Unimog-Geschichte endgültig abgehakt, und Simon schaut nach vorne – konkret gesagt: auf den 15. Juli 2017. An diesem Datum wollen Bergwacht, Wasserwacht und Feuerwehr zu einem gemeinsamen Aktionstag einladen. Die Absicht liegt auf der Hand: „Bei dieser Premiere möchten wir der Bevölkerung das Rettungswesen näher bringen“, erläuterte Simon. Doch auch heuer, im Jubiläumsjahr, geschah einiges: beispielsweise der Einbau einer Notstrom-Versorgung im Funkraum. „Dadurch bleibt bei einem Stromausfall die Kommunikation bestehen“, verdeutlichte Simon. Daneben beschaffte man je sechs Funkgeräte und Atemluftflaschen. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde hatte die Wehr zudem die Schaumanlage und die Sitze des Tanklöschfahrzeugs repariert.

Wolfgang Kunz

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