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„Sobald eine Maschine kommt, müssen unsere Motoren laufen“: Feuerwehr startet G7-Einsatz am Landeplatz

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Von: Christof Schnürer

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Zwei MV 22B Osprey des Marine Helicopter Squadron One HMX 1 Nighthawks nach der Landung in München
Allzweckwaffe: Mit diesem Spezialhubschrauber MV-22B Osprey des Marine-Corps ist vor sieben Jahren der damalige US-Präsident Barack Obama angereist. © Björn Trotzki

Wegen G7 geht es auch für die Feuerwehr im Kreis Garmisch-Partenkirchen in die heiße Phase: Die Einheiten nehmen ihren Einsatz am Hubschrauber-Landeplatz in der Nähe von Schloss Elmau auf.

Elmau – Die vielen Uniformierten entlang der Mautstraße Richtung Elmauer Tal lassen keinen Zweifel: Die Wiederauflage des über 160 Millionen Euro teuren G7-Gipfels 2022 in Elmau (26. bis 28. Juni) steht unmittelbar bevor. Der innere Ring – Sicherheitsbereich eins – ist seit Sonntag geschlossen. Rein kommt nur, wer rein darf. Mit anderen Worten: Ohne Akkreditierung im gleichnamigen Center in Garmisch-Partenkirchen läuft gar nichts mehr.

„Das Verfahren dient dazu, Personen mit einem berechtigten Interesse Zutritt zum Sicherheitsbereich zu gewähren“, teilt ein Sprecher des G7-Planungsstabs der bayerischen Landespolizei mit. Damit zielt er in erster Linie auf Anwohner, Mitarbeiter der beiden G7-Hotels Kranzbach und Elmau sowie Land- und Forstwirte ab.

G7-Gipfel 2022 in Elmau: Feuerwehr nimmt Einsatz am Hubschrauber-Landeplatz auf

Das Prozedere im Akkreditierungscenter haben nun auch sämtliche Isartaler Feuerwehreinheiten über sich ergehen lassen. Zuvor hatten alle einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen müssen. Denn selbst in G7-Zeiten spielt auch die Pandemie nach wie vor eine Rolle. Am Mittwoch (22. Juni) beginnt für die Brandbekämpfer der Dienst an Ort und Stelle, sozusagen im Allerheiligsten.

Das Gebiet rund um Schloss Elmau ist zum inneren Sicherheitsbereich des G7-Gipfels erklärt worden.
Das Gebiet rund um Schloss Elmau ist zum inneren Sicherheitsbereich des G7-Gipfels erklärt worden. © Josef Hornsteiner

Wie der Wallgauer Bürgermeister Bastian Eiter, selbst leidenschaftlicher Feuerwehrmann, informiert, kümmern sich die Einheiten aus Mittenwald, Partenkirchen und Wallgau um den Hubschrauber-Landeplatz nahe dem stillgelegten Alpengut Elmau. Das heißt: In der Regel viel Zeit totschlagen und wenig zu tun. Doch da widerspricht der Mittenwalder Kommandant: „Sobald eine Maschine kommt, müssen unsere Motoren laufen“, berichtet Karl Seitz. Dann wird Bereitschaft signalisiert.

Enorme Temperaturen am Hubschrauber-Landeplatz von G7 - Feuerwehr in Bereitschaft

Wenn etwa US-Präsident Joe Biden wie weiland sein Vorvorgänger Barack Obama anno 2015 mit der MV-22B Osprey des Marine-Corps auf der hässlichen Asphaltzunge im Landschaftsschutzgebiet aufsetzt, könnt’s nämlich furchtbar heiß werden. Die schwenkbaren Propeller, die den gepanzerten Hubschrauber in Windeseile in ein Flugzeug verwandeln, sorgen laut Eiter für enorme Temperaturen. „Da muss schon mal im Umfeld gewässert werden.“

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Die fliegenden Festungen sind zwar nicht mit dem bei G7-Gipfel 2022 postulierten Gedanken der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes vereinbar, doch Eindruck auf Otto Normalverbraucher machen diese Maschinen allemal.

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