Gedanken ums Dorf machen sich die kommenden sechs Jahre in Krün (v. l.) Peter Oster (Amt für ländliche Entwicklung, Vorstandsvorsitzender und Projektleiter), Franz Ostler, Sandra Steinhauser, Ferdinand Glasl, Renate Weber (Amt für Ländliche Entwicklung, ehemalige Projektleiterin und Vorstandsvorsitzende), Klaus Rosenberger, Lisa Schober, Hans Kriner (Wolf) und Bürgermeister Thomas Schwarzenberger.
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Gedanken ums Dorf machen sich die kommenden sechs Jahre (v. l.) Peter Oster (Amt für ländliche Entwicklung, Vorstandsvorsitzender und Projektleiter), Franz Ostler, Sandra Steinhauser, Ferdinand Glasl, Renate Weber (Amt für Ländliche Entwicklung, ehemalige Projektleiterin und Vorstandsvorsitzende), Klaus Rosenberger, Lisa Schober, Hans Kriner (Wolf) und Bürgermeister Thomas Schwarzenberger.

Neuer Vorstand in Krün gewählt, Wallgau sucht noch Interessierte

Dorferneuerung: Gedämpfter Optimismus nach Corona-Flaute

  • VonChristof Schnürer
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Die einen haben schon, die anderen wollen endlich – und zwar wählen. Denn ohne einen Vorstand für die sogenannte Teilnehmergemeinschaft (TG) gibt es keine Dorferneuerung in Krün Und Wallgau.

Krün/Wallgau - Die sogenannte Dorferneuerung, ein staatlich geförderte Entwicklungsprozess in ländlichen Gebieten, ist wegen Corona sowohl in Krün als auch in Wallgau massiv ins Stocken geraten. Wenigstens in Krün sind die personellen Voraussetzungen für die Periode 2021 bis 2027 jetzt geschaffen worden.

Im neuen Vorstand, der Projekte der Dorferneuerung im investiven Bereich begleitet und andere Themen (etwa Soziales) anstößt, bildet Peter Oster sozusagen das Scharnier zur Fachbehörde. Das ist das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), das in Krün bislang von Renate Weber vertreten wurde. Inzwischen trat die Expertin ihren wohlverdienten Ruhestand an. Das Fazit von Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU), der qua Amt im Vorstand sitzt, fällt trotz der Corona-Flaute positiv aus. „Bisher waren wir bei unseren Maßnahmen schon erfolgreich.“ Der Rathauschef zielt damit auf die bereits umgesetzten Projekte wie die Neugestaltung des Rathausplatzes, den Bau der Floriansbrücke über den Isarkanal sowie die Ortskernsanierung in Klais ab. An die 3,5 Millionen Euro flossen bisher, mehr als die Hälfte gedeckt durch staatliche Finanzspritzen. Doch der Hunger der Krüner ist noch nicht gestillt. In der nun beginnenden zweiten Dorferneuerungsphase nimmt man sich den Kirch- und Dorfplatz vor. Letzterer ist laut Schwarzenberger „bisher ein erweiterter Kreuzungsbereich“. Eine kosmetische Operation hängt vom Schicksal des Mias’n-Hauses ab, das die Kommune vor einiger Zeit erwarb. Aktuell befinden sich darin ein Pizza-Verkauf und ein Yoga-Zentrum. „Die Ausgaben sind zumindest gedeckt.“ Geht’s nach dem Bürgermeister, soll das Anwesen direkt an der Hauptstraße stehen bleiben. Das drossele wenigstens den Verkehr.

Während also in Krün die Dorferneuerung wieder Fahrt aufgenommen hat, sucht man im benachbarten Wallgau noch Interessierte für den Vorstand der TG. Doch einberufen muss das ALE. Wird allerhöchste Zeit, findet Rathauschef Bastian Eiter (Wählerverein). „Wir brauchen endlich diese Versammlung!“

Zuletzt hatten die Wallgauer nicht nur wegen Corona Pech, sondern auch mit den Ansprechpartnern im ALE. Dort herrschte seit 2019 ein Kommen und Gehen – erst Luciana Pavoni, dann Felicitas Baur und schließlich Mirjam Pöllath. Diese verabschiedete sich kürzlich in Mutterschutz. Jetzt hat ein gewisser Ralf Haydn übernommen.

„Mit ihm habe ich unverzüglich Kontakt aufgenommen und auf die Vorstandswahl gedrängt“, versichert Wolfgang Behling (Wählerverein), der zuständige Gemeinderats-Referent. „Die ist ja seit Sommer 2019 überfällig.“ Parallel sucht er noch Willige. Schließlich fußt die Dorferneuerung auf rege Bürgerbeteiligung.

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