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„Das Kranzbach“: Acht Jahre fungierte dort Klaus King als Hoteldirektor.

Nobelherberge

„Das Kranzbach“: Hoteldirektor King geht

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Acht Jahre stand Klaus King im Luxushotel „Das Kranzbach“ an der Spitze. Ende Dezember ist dieses Kapitel offiziell geschlossen.

Kranzbach – Acht Jahre lenkte Klaus King die Geschicke des Fünf-Sterne-Refugiums „Das Kranzbach“. Nun bricht der Hoteldirektor seine Zelte in der Krüner Wellness-Oase ab. „Der Vertrag ist einvernehmlich zum 31. Dezember aufgelöst worden“, teilt Eigentümer Dr. Jakob Edinger mit.

Alles sei schiedlich, friedlich verlaufen, unterstreicht der Investor aus Tirol. „Es gibt keinen Skandal, keinen Streit, keinen Prozess.“ Dem Vernehmen nach soll es bei einem „längeren Gespräch“ vor einigen Wochen aber in puncto konzeptioneller Ausrichtung Meinungsverschiedenheiten gegeben haben. Edinger drückt es so aus: Nach acht Jahren hätte King eigene Vorstellungen entwickelt – „und wir auch“.

So also geht eine fruchtbare Zusammenarbeit zu Ende. „Das Kranzbach“ – aktuell mit 200 Hotelgästen knallvoll – steht besser da denn je. „Es war ein Erfolgsmodell“, meint der Investor. „Herr King hat eine wertvolle Arbeit geleistet, wir haben gut miteinander harmoniert.“ Wie der scheidende Hoteldirektor die Sache sieht, bleibt ungeklärt. King befindet sich mit seiner Frau Petra im Urlaub und feiert Guttage ab. Für eine Stellungnahme war der bisherige Geschäftsführer nicht zu erreichen.

Edinger zufolge hatte man die 180-köpfige Belegschaft intern vor drei Wochen über die bevorstehende Trennung informiert. Der Chefposten bleibt bis auf Weiteres unbesetzt. Die Führungsaufgaben übernimmt der bisherige Vize Christian Urlau, der seit 2011 im Haus ist. Daneben werden alle acht Kranzbach-Abteilungen mit einer Doppelspitze vesehen. Im Kollektiv soll „Das Kranzbach“ also auf Erfolgskurs gehalten werden. Seit der Wiedereröffnung der Luxusherberge im Mai 2007 saßen bislang Silvia und Heribert Dietrich (2007 bis 2008), Petra Barta (2008 bis 2011) und eben King (seit 2011) auf dem Chefsessel. So gesehen, bringt es der letztgenannte Manager in dieser von Fluktuation geprägten Branche auf eine überdurchschnittlich lange Zeit.

Allgemein scheint das zu Ende gehende 2019 das Jahr der Führungswechsel in den G7 erprobten Nobelhäusern des Elmauer Tals zu sein. Bereits im Juli brachen noch während der Probezeit Yasmin Cachemaille-Grimm und Urs Grimm nach einem halben Jahr ihre Zelt in Schloss Elmau ab. Nun folgt Klaus King im exklusiven Nachbarhotel. 

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