Eine Gaudi für alle Generationen war das Almfest in Krün mit Almabtrieb, Bauernmarkt und Party im Festzelt.
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Prächtig geschmückt werden die Rinder bei regnerischem Wetter durchs Dorf geführt.
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Eine Gaudi für alle Generationen war das Almfest in Krün mit Almabtrieb, Bauernmarkt und Party im Festzelt.

Hunderte Besucher beim Krüner Almfest 

Da jubiliert die bayerische Seele

Stehen Wahlen vor der Türe, entdeckt so mancher gestresste Politiker die Liebe fürs Rindvieh. So mischte sich am Samstag beim verregneten Krüner Almfest das Berliner Kabinettsmitglied Alexander Dobrindt (CSU) unter die trotzdem vielen Schaulustigen.

Krün – Was für eine schöne Pracht bei strömendem Regen: Am Samstag war’s wieder tierisch im beschaulichen Krün. Über 150 Stück Almvieh samt Kälber, Jungvieh und Milchkühe der hiesigen Landwirte bahnten sich im Ortszentrum ihren Weg – vorbei an zahllosen staunenden und knipsenden Zuschauern am Straßenrand. Unter die begeisterten Gäste mischte sich auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Immerhin geht es nächsten Sonntag bei der Bundestagswahl auch um sein Direktmandat – da schadet etwas Volksnähe und Interesse am heimischen Brauchtum keineswegs. Was nicht nur das Kabinettsmitglied aus Berlin freute: Die Rinder kehrten aufgekranzt ins Tal zurück. Denn bis auf einige Hornbrüche und Schürfwunden haben alle Tiere den Almsommer heil überstanden, wie Hirte Max Kriner erfreut mitteilte.

„Es ist erstaunlich, dass der Abtrieb trotz des Wetters so einen Zuspruch findet.“, meint Dobrindt, als er sich auf der Ehrentribüne neben Bürgermeister Thomas Schwarzenberger postierte. Hunderte Schaulustige mit kunterbunten Regenschirmen flankierten die Karwendelstraße. Aber überrascht ist der Peißenberger über die Resonanz keineswegs. „Es ist einfach immer etwas ganz Besonderes, ein wunderbares Erlebnis. Das wissen auch die Gäste.“

Diese kamen trotz des miesen Wetters teilweise von weit her, um das tierische Spektakel zu verfolgen. Sie erlebten, wie die einzelnen Bauern – Hausname Beer, Wolf, Scheck, Riesch, Ferl, Schoggl und Baur – ihre gesunden Tiere, die gestärkt durch einen „guten Almsommer“ gekommen sind, dem Publikum präsentierten. „Für die Vegetation war das Wetter gut, und nach dem milden Winter ist das Gras auf den Almwiesen gut gewachsen“, informiert Hirte Kriner. „Es gab genügend Futter und Wasser für die Tiere.“

Dobrindt, der vor drei Jahren das letzte Mal den Almabtrieb in Krün besucht hatte, wird selbstredend von seinem schwarzen Parteifreund Schwarzenberger als „Unterstützer“ gepriesen, wenn es um die Belange der Berglandschaft geht. Sein prominenter Gegenüber beteuert: „Ich werde auch heute, außerhalb des Wahlkampfs, mit den Bauern das Gespräch suchen.“

Trotz des Regenwetters strömten nach dem Abtrieb hunderte Besucher auf den Bauernmarkt am Festzelt im Gries. Über 40 Stände boten dort ihre Ware feil, darunter viele einheimische Unternehmer. „Die wilde Ingrid“ machte angesichts der kalten Temperaturen wohl die meiste Freude bei den verfrorenen Gästen. Der Ingwersirup wird von Florian Schmid und Tini Richter in Krün aus eigener Herstellung produziert und wird am Samstag als Heißgetränk serviert. „Vor einem Jahr haben wir mit dem Abfüllen begonnen“, erzählt Schmid stolz. Seither erfreut man sich in der kleinen Isartaler Ingwer-Manufaktur wachsenden Interesses von Seiten der Einheimischen und darüber hinaus.

Einen regionalen Gaumenschmaus bereiten auch die vielen Helfer des Touristikvereins. Helga Zahler, Pauline Kramer, Rosi Pfeffer und Luise März stehen um eine riesige Pfanne voller brutzelndem Fett. Geschickt bilden die vier Teigrohlinge für „Auszogene“. „Das kleine Löchlein in dem da, das war ich“, gesteht Pfeffer lachend und zeigt auf eines der schmalzigen Gebäcke. Den Gästen ist das herzlich egal: Denn schmecken tut die Auszogene mit Puderzucker einfach vorzüglich.

Seit Jahren kommt auch Markus Gögele aus Moos im Südtiroler Passeier Tal nach Krün. „Der Almabtrieb ist meine einzige Station außerhalb der Heimat“, erzählt er. Er fertigt die originale „Psairer Schälle“. Eine Kuhglocke, wie man es auf Hochdeutsch ausdrücken würde.

Viel Handarbeit steckt auch in den geflochtenen Hopfen-Kränzen der Familie Heindl. Sie reist extra über 180 Kilometer aus der Holledau an, um am Bauernmarkt teilnehmen zu können. „Das ist etwas Einmaliges“, erzählt Michael Heindl und zeigt auf die kleinen Hopfenkränze in Herzform. Während im proppenvollen Bierzelt die Achtaler Musikanten aufspielen, räuchert Sepp Dadic aus Haag in Oberbayern im eigenen Ofen Forellen und Saiblinge. „Ich war vergangenes Jahr zum ersten Mal mit dabei, da wollte ich heuer wieder mitmachen“, sagt der junge Fischer enthusiastisch.

Geradezu frenetisch ging das – vornehmlich junge – Publikum tags zuvor im Festzelt ab. Die heimische Rockband Deerisch katapultierte das Partyvolk mit ihrem schmissigen Rhythmus regelrecht auf die Bierbänke. Ja, das Almfest in Krün hat sich generationsübergreifend zu einer echten Marke entwickelt.

Josef Hornsteiner

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