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Objekt des Streits: Diese Brücke in Klais soll im nächsten Jahr neu gebaut werden.

Geschäftsführer räumt „Termin-Misere“ ein

Krüns Bürgermeister in Rage: Arbeiten in Klais ziehen sich - Firma hält Gemeinde hin

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Der Krüner Rathauschef Thomas Schwarzenberger ist auf die Schongauer Firma Haseitl gar nicht gut zu sprechen. Grund sind die ins Stocken geratenen Arbeiten in Klais. Die Bewohner dort werden wohl länger als geplant mit der Baustelle leben müssen.

Krün – Selten hat man den Krüner Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) so in Rage erlebt. „Ich habe die Lust und das Vertrauen verloren“, schimpft der Rathauschef. „Wir sind ein Dreivierteljahr hingehalten worden.“ Von wem? Von der Firma Haseitl aus Schongau. Dieses Unternehmen wurde im Zuge der Dorferneuerung vom federführenden Amt für ländliche Entwicklung (ALE) mit den Umgestaltungsarbeiten im Ortsteil Klais beauftragt – seit einem Jahr müssen die Anwohner dort mit dem Baustellen-Lärm leben. Ein wichtiger Baustein des Projekts ist die Sanierung der Brücke. Laut Bürgermeister soll vor einiger Zeit die Firma Haseitl mitgeteilt haben, keinen Subunternehmer gefunden zu haben, der das Konstrukt repariert. Der Vorschlag der Schongauer daher: ein Brücken-Neubau. „Wir wären damit einverstanden gewesen, falls dieser kostenneutral gewesen ist“, schildert Schwarzenberger die Vorgeschichte.

Soweit so gut. Dann aber passierte laut Bürgermeister nichts mehr. „Bis heute haben wir keine Pläne und Unterlagen.“ Deshalb befürchtet der Rathauschef, dass sich die Arbeiten noch Monate – auch im nächsten Jahr – hinziehen werden. „Und die Klaiser sind die Leidtragenden.“ Mittlerweile haben die Arbeiter in dem Weiler den Unmut des Bürgermeisters mit voller Wucht abbekommen. „Wobei ich die Leute vor Ort ausdrücklich ausnehmen möchte, das liegt schon an der Führungsebene.“ 

Vier-Augen-Gespräch im Rathaus

Der Angesprochene, Haseitl-Geschäftsführer Peter Schrehardt, räumt eine „Termin-Misere“ ein. Ebenso bestätigt er, bislang die gewünschten Unterlagen nicht zugesandt zu haben. „Das ist richtig.“ Weil er die Papiere bis gestern schlichtweg nicht hatte. Nun aber sollen die Pläne für die Brückenbau-Statik vorliegen. Dies wollte Schrehardt am Montag dem Bürgermeister in Krün sogar höchstpersönlich mitteilen. Zudem verweist der Firmenchef darauf, dass während der Bauphase das Wasserwirtschaftsamt Weilheim unvorhergesehenerweise zu Arbeiten am Kranzbach angerückt war. „In dieser Zeit konnten wir nur mit einer Kolonne arbeiten“, verdeutlicht Schrehardt. Dem zufolge reduzierte sich die Leistung in Klais um 60 Prozent. In dieser Phase seien beispielsweise Asphaltierungen nicht möglich gewesen.

Am Montag folgte im Rathaus ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Bürgermeister. Vielleicht wurde er ja milde gestimmt beim Anblick der Pläne für die neue Brücke. „Eine Firma haben wir“, versichert Schrehardt. Ihm zufolge wurde mit Schwarzenberger vereinbart, dass alle Arbeiten noch heuer abgeschlossen sein sollen. Mit dem Bau der Brücke möchte man, um wettertechnisch kein Risiko einzugehen, erst 2019 im April beginnen.

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