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Zukunftsmusik: So sollen die 18 Spielfelder beim Krüner Kurhaus verlaufen. 

Minigolf-Anlage in Krün geplant

Pläne für das Krüner Kurhaus: Ein Vulkan im Park

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Er ist jung und ambitioniert: Florian Schmid hat seit Ende 2014 das Krüner Kurhaus gepachtet. Jetzt hat er weitere Pläne für den Außenbereich.

Krün – Wenn alles glatt geht, können Einheimische und Gäste Krüns in diesem Jahr einen Vulkan bezwingen. Mitten im Kurpark. Mit Ball und Schläger. Er ist einer der Hindernisse, die auf dem geplanten neuen Minigolfplatz entstehen sollen.

Verantwortlich für das Projekt zeichnet Florian Schmid. Ende 2014 hat er das Kurhaus als Pächter übernommen. Seit Anfang des Jahres 2017 reifte in ihm die Idee, die Anlage zu verwirklichen, zumal die Pendants – mit Ausnahme des Abenteuergolfplatzes in Mittenwald – eher veraltet sind. Das Angebot im Kurpark wäre „eine neue Attraktion, mit der man werben kann“, sagt der 24-Jährige im Brustton der Überzeugung. Eine zeitlose, die Alt und Jung anspricht.

Viele verschiedene Anlagen hat sich der gelernte Hotelkaufmann und Koch als Inspiration vor Ort und im Internet angeschaut, um das richtige Konzept für Krün zu finden. „Es muss reinpassen“, betont er. Gemeinsam mit seinem Vater suchte er die Bahnen aus und erstellte den Entwurf. Herausgekommen ist eine ganz klassische Anlage mit 18 Loch auf einer Teilfläche südlich der Terrasse. Auf große Experimente verzichtete Schmid.

Mit seinen Vorstellungen marschierte der gebürtige Wallgauer im Rathaus ein. Das Vorgespräch mit Thomas Schwarzenberger (CSU) verlief wie gewünscht. „Er war von Anfang an positiv gestimmt“, erzählt der Initiator. Wie alle. Angesichts der vielen Kurpark-Nachbarn zeigte er diesen seine Pläne und ließ sich ihr Einverständnis schriftlich geben. „Alle Unterschriften liegen vor“, sagte der Bürgermeister zuletzt im Gemeinderat. Ohnehin geht er davon aus, dass die Anlage keine störende Wirkung mit sich bringt.

Um das Vorhaben zu realisieren, nimmt Schmid einen sechsstelligen Betrag in die Hand. Konkrete Zahlen will er nicht nennen. Über einen Investitionskostenzuschuss geht die Anlage Zug um Zug auf die Gemeinde über. Der Betrieb und der Unterhalt wird über das Kurhaus geregelt, jener für den Kurpark bleibt bei der Kommune.

Der Gemeinderat ist dem Projekt gut gesinnt, den Bauantrag hat er einstimmig befürwortet. Der Minigolfplatz „ist ein Vorteil für viele andere Gastgeber, für die Gemeinde und die Alpenwelt Karwendel“, betonte Schwarzenberger. Ein wahrer Glücksfall also. Das sieht Alois Kramer (CSU) ganz genauso. Schließlich sei bereits im Zuge der Dorferneuerung der Wunsch nach einer solchen Anlage aus der Bevölkerung geäußert worden. Gute Voraussetzungen für Schmid.

Wenn die Genehmigung rechtzeitig eintrifft, soll der Minigolfplatz im Frühjahr errichtet werden. Für Schwarzenberger schwingt bei dem Vorhaben aber noch etwas anderes ist. Mit seiner Initiative signalisiert Schmid der Gemeinde, sich längerfristig an das Kurhaus binden zu wollen. „Das ist absolut in unserem Sinn.“ Und auch in dem des 24-Jährigen. Der Fünf-Jahres-Pachtvertrag läuft seit 2015. Alles weitere muss in kommenden Gesprächen geregelt werden.

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