Die Grundschule in Wallgau hat eine lange Tradition.
+
Auch in den Schulstandort Wallgau soll investiert werden.

Gemeinderäte fassen weitreichenden Grundsatzbeschluss

Manifest der Zukunft für Grundschule Wallgau-Krün

In Wallgau soll eine Sporthalle entstehen und in Krün eine Ganztagsschule inklusive Mittagsbetreuung angeboten werden. Das sieht der Grundsatzbeschluss der beiden Partnergemeinden vor.

Krün/Wallgau – An den Schulstandorten Krün und Wallgau soll unbedingt festgehalten werden. Und nicht nur das: „Beide Standorte sollen gleichermaßen zukunftsfähig ausgebaut werden“, heißt es in einem Grundsatzbeschluss, den der Krüner Gemeinderat am Dienstag einstimmig (13:0) absegnete. Heute Abend zieht das Gremium in Wallgau nach.

Dieses Zukunftsmanifest beinhaltet zudem eine klare Aufgabenteilung der beiden Partnerorte. So soll in Krün die offene Ganztagsschule mit Mittagsbetreuung und in Wallgau eine Sporthalle realisiert werden. Dort ist der neue Bürgermeister Bastian Eiter (Wählerverein) bereits Ende Mai im Zuge der Haushaltsdebatte in dieser Angelegenheit vorgeprescht. „Wir sollten zeitnah die Voraussetzung für eine Kleinsporthalle schaffen“, sagte Eiter damals. Vorsorglich plante man schon vor einem halben Jahr für Bauvorhaben 2021 1,2 Millionen Euro für die künftige Halle ein.

Schulamt setzt Messer auf die Brust

Eine wichtige, wenn auch dem Vernehmen nach nicht mit Schulpartner Krün koordinierte Investition. Grundlage der Beziehung ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen den beiden Dörfern aus dem Jahr 1973. Das Besondere an diesem darin festgelegten Konstrukt: Es handelt sich nach außen hin nicht nur um eine Schule in zwei Häusern. Darüber hinaus – und das ist der zentrale Unterschied zu anderen vergleichbaren Kooperationen – firmieren beide Gemeinden als Schulsitz.

Daher sind beide Kommunen gleichberechtigte Gesprächspartner für das Schulamt in Garmisch-Partenkirchen. Und diese Behörde soll laut Schwarzenberger den Isartaler Schulpartnern „das Messer auf die Brust gesetzt haben“. Zum einen wird auf Dauer das bisherige Sportangebot im Obergeschoss des Krüner Vereinsheims von der Schulaufsicht nicht mehr akzeptiert, zum anderen steigt die Nachfrage nach einem Ganztagsangebot für die Betreuung der Kinder. Ab 2025 wird es darauf sogar einen Rechtsanspruch geben.

Allerhöchste Zeit

Allerhöchste Zeit also zu einer gemeinsamen Zukunftsoffensive. In den vergangenen Wochen fanden bereits diverse Vorgespräche mit den Bürgermeistern (auch aus Kochel und Jachenau, die teilweise zum Schulsprengel gehören), den Fraktionssprechern beider Gemeinderäte, der Rektorin Jutta Teschner und dem Eltenbeirat statt. Im Zuge dieser Treffen vereinbarte man ein gemeinsames Vorgehen, das in dem Grundsatzbeschluss gipfelt. Dessen Vorgaben sollen von einer Arbeitsgruppe – bestehend aus den Ersten und Zweiten Bürgermeistern, den jeweiligen Schul-Referenten im Gemeinderat sowie Vertretern aus der Verwaltung – vorbereitet werden. In beratender Funktion können Schulleitung und/oder -amt hinzugezogen werden.

.

Auch interessant

Kommentare