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Michael Pogrzeba geht mit Optimismus an die Sache heran.

Die ersten Vorbereitungen für 2018 wurden schon erledigt

Der Retter des Krüner Bergwachtballs ist gefunden

Er gehört doch nicht der Geschichte an, der Krüner Bergwachtball. Bei der Jahresversammlung des Vereins hat sich ein Freiwilliger gemeldet, der die Faschingsfete organisieren würde.

Krün - Totgesagte leben länger – ein abgedroschener Satz, im Falle des Krüner Bergwachtballs mehr als zutreffend. Dieser wurde bei der Jahresversammlung der Bereitschaft im März eigentlich zu Grabe getragen, nachdem sich kein Ausschussmitglied gefunden hatte, die Traditionsparty zu organisieren. Aus, vorbei. Deshalb verkündete nach einer weiteren internen Sitzung Vize Bernhard Benz den Mitgliedern: „Der Ausschuss sagt nein, es kann machen wer mag – wir nicht.“

Zusatz: Sollten sich jedoch ein Mitglied oder mehrere bereit erklären, die Faschingsfete zu veranstalten, will sich der Ausschuss nicht querstellen. Daraufhin stand Michael Pogrzeba auf und verkündete: „Das übernehme ich.“ Als angehender Berufsfeuerwehrmann ist für ihn schließlich Retten nicht nur Reden, sondern Handeln. Warum nicht auch den traditionellen Bergwachtball? Mal was anderes. Der 21-Jährige war zwischenzeitlich nicht untätig, klärte schon die rechtliche Situation ab. Zudem suchte er sich 15 junge Mitstreiter, die ihm zusagten, nicht nur mit Rat, sondern vor allem mit Tat zur Seite zu stehen.

Auch die Unterammergauer Kultband Jankaroo reservierte er schon einmal für den Fall der Fälle. Mit Kurhauspächter Florian Schmidt ist sich Pogrzeba in Sachen Saalbelegung auch schon einig.

Natürlich begrüßt der Wirt diese Entwicklung. „Ich dachte nicht, dass die Ära weitergeht. Den Ball hatte ich eigentlich schon abgeschrieben“, meint Schmidt.

Als Veranstaltungstermin wird der Ruaßige Freitag, 9. Februar 2018, ins Auge gefasst. Ob ein Spiel zur Aufführung kommt, soll kurzfristig entschieden werden, sofern bis dahin noch Kapazitäten frei sind. Für Pogrzeba ist eines klar: „Es kann nicht sein, dass es nur noch einen Faschingsball in Krün gibt. Jetzt sind die Jungen dran“, verdeutlicht er. „Der Generationsknick in der Bergwacht darf die Tradition nicht abreißen lassen. Wir haben Freude daran und schauen, dass wir die Veranstaltung bestens hinbringen.“

Dass es weitergeht, dürfte auch Ehrenvorstand Hans Schwarzenberger freuen, der heute noch gerne an die vielen gelungenen Ballkulissen zurückdenkt.

Leonhard Habersetzer

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