+
Genug Zielwasser getrunken? (v. l.) Bürgermeister Thomas Schwarzenberger, Kurhaus-Pächter Florian Schmid und dessen Lebensgefährtin Tini Richter visieren das Loch an.

Neue Attraktion am Kurhaus

Minigolf-Anlage in Krün aus einem Guss

Spaß für jedermann - das garantiert die neue Minigolf-Anlage im Krüner Kurpark. Der Bürgermeister zeigt sich begeistert.

Krün – Nach einer Hole-in-one-Runde sah es nicht unbedingt aus. Aber als Bürgermeister muss man ja nicht in allen Lebenslagen eine perfekte Figur abgeben. Für Thomas Schwarzenberger war viel wichtiger, dass die 18-Loch-Minigolf-Anlage im Krüner Kurpark fertig ist und endlich bespielt werden kann.

„Ein besonderer Tag für die Gemeinde“, schwärmte der Rathauschef bei seiner Eröffnungsrede. „Ein solches Projekt hat es in dieser Form noch nicht gegeben.“ Das Zauberwort dabei: Qualität. „Denn wenn wir was angreifen, dann machen wir es gescheit.“ Gleichzeitig verspricht sich Schwarzenberger „etwas mehr Leben“ im Kurpark. „Halli-Galli soll es aber nicht werden.“ Ziel sei es, in den Nachmittagsstunden den Geschäftsbetrieb im Kurhaus zu stärken und damit den Umsatz zu steigern.

Beim Thema Geld beschritt man einen eher ungewöhnlichen Weg. Die Vorfinanzierung übernahm Pächter Florian Schmid. „Die Gemeinde zahlt über zehn Jahre die Kosten zurück“, erläuterte der Bürgermeister. Den Hintergedanken gab er auch gleich preis: „Die Gemeinde ist froh, so einen Pächter zu haben. Wir wollen es ihm damit schwerer machen, dem Kurhaus den Rücken zu kehren.“

Der Adressat, der seit gut dreieinhalb Jahren im Kurhaus den Kochlöffel schwingt, empfindet dieses Arrangement ganz und gar nicht als Fessel. Vielmehr dankte Schmid für das Vertrauen und den Nachbarn für ihr entgegengebrachtes Verständnis während der Bauphase. Respekt gebührt zudem der örtlichen Landschaftsgärtnerei Körner, die bis zum Schluss hart und überlegt werkelte. Der auf ihren Ratschlag hin verlegte Rollrasen vermittelt ein völlig harmonisches Erscheinungsbild. Keiner würde glauben, dass hier vor wenigen Tagen noch eine Baustelle war.

Der Kurhaus-Pächter hob auch seinen Vater Karl-Otto Schmid hervor, der professionell die Bauleitung für das im kleineren, sechsstelligen Betrag angesiedelte Projekt übernahm. Von ihm war zu erfahren, dass die Anlage genormt und für nationale und internationale Turniere zugelassen sei. Vorerst ist aber an die Hobby-Minigolfer gedacht.

Rosi Pfeffer, die Vorsitzende des Krüner Touristikvereins, wiederum hofft, dass sich der mustergültige Abenteuer-Spielplatz im Gries und die Anlage im Kurpark gegenseitig befruchten und Gäste sowie auswärtige Familien anlocken.

Ein wichtiger Aspekt ist ferner die Barriere-Freiheit. Der Hersteller der fugenfreien Bahnen aus einem Guss, der Ingolstädter Thomas Wagner, bemerkte, dass Gastronom und Betreiber damit Freude verkaufen würden. Dass er mit dem Verkauf der Bahnen ebenso Freude hatte, musste er nicht betonen, die war ihm anzusehen.

Leonhard Habersetzer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare