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In Murnau gibt es bereits eine Mitfahrerbank: Auf dieser Archivaufnahme sind (v. l.) Initiator Johannes Volkmann, Karen Freude, Anastasia Kühn und Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) zu sehen. 

Diskussion bei Nachhaltigkeits-Stammtisch

Krün: Mitfahrerbänke sollen Verkehr entlasten

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Die Idee klingt vielversprechend: Sogenannte Mitfahrerbänke, eine Variante des Trampens, sollen den Verkehr entlasten. Nun wird auch im Isartal über die Einführung eines solchen Angebots nachgedacht.

Krün – Es ist alltäglich eine leidige Situation. Pünktlich zur Rushhour vor Arbeitsbeginn staut es sich für die Isartaler Pendler nach Garmisch-Partenkirchen. Doch betrachtet man den Verkehr genauer, fällt auf: Die meisten Autos sind bis auf den Fahrer leer. Für Monika Thalmayer aus Krün ein Unding, wie sie am ersten Nachhaltigkeits-Stammtisch in ihrem Heimatort erklärt. Ihr schwebt bereits eine Lösung vor, die in Riegsee und Murnau bereits erfolgreich praktiziert wird: die sogenannte „Mitfahrerbank“.

Das Prinzip ist denkbar einfach. An einer improvisierten Haltestelle können Menschen auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Ein altersübergreifender Treffpunkt soll entstehen sowie „eine kleine Ergänzung, die eine Lücke schließt“, wie Thalmayer erklärt. Ein Massen-Beförderungsmittel soll das nicht sein. „Wir wollen auch den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Konkurrenz machen.“ Es sollen eher Fahrmöglichkeiten „gebündelt“ werden. In Riegsee und Murnau werde die Bank hauptsächlich von Kindern genutzt. „Im Durchschnitt dauert es zwischen sechs und elf Minuten, bis die Wartenden mitgenommen werden.“

Und zur Beruhigung aller Eltern: Die Fahrer müssen sich vorab entsprechend registrieren lassen. Zudem zeigt ein deutlich sichtbares Zeichen am Fahrzeug, dass sie berechtigt sind, Gäste mitzunehmen. Diese spontane Fahrgemeinschaft funktioniert kostenlos. Damit könnten beispielsweise Senioren zum nächsten Supermarkt oder Kinder zum Spielplatz transportiert werden. Vor allem in Ortschaften wie Wallgau, die ja ihren Supermarkt erst kürzlich verloren hat, könnte so eine Bank durchaus interessant sein. Schließlich müssen nun Menschen, die nicht mobil sind, nach Krün zum Einkaufen. Denn so idyllisch das Leben auf dem Land auch sein mag, so einsam kann es werden, wenn man kein Auto hat.

In Murnau ist die Bank aus den Holzbuchstaben „Halt“ gefertigt worden. „Ein Künstler hat es gemeinsam mit Jugendlichen geschnitzt“, berichtet Thalmayer. So etwas wäre auch für das Isartal denkbar. „Da müssten aber zuerst die rechtlichen Belange geprüft werden“, gibt unter anderem Marianne Achner zu Bedenken. Denn wie sind die Mitfahrenden im Auto versichert? Wie steht es um die Fahrtüchtigkeit des Fahrers? Ein großes Treffen soll solche und weitere Fragen klären. „Da könnte man dann die potenziellen Fahrer kennenlernen“, schlägt Thalmayer vor. Zusammen mit der Registrierung sollen dann auch die Versicherungsfragen geklärt werden.

Beim nächsten Nachhaltigkeits-Stammtisch in Krün will man das Thema detaillierter besprechen. Der Termin steht noch nicht fest.

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