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Bagger im Einsatz: Der Parkplatz bei Gerold wird an den beiden Einfahrten dichtgemacht. 

Polizei, Landratsamt und Staatliches Bauamt sind sich einig 

Nach schwerem Unfall: Parkplatz bei Gerold vorerst geschlossen

Der schwere Unfall vom 3. August bei Gerold in der Gemeinde Krün hat Konsequenzen: Der Parkplatz an der Bundesstraße 2 wird geschlossen. Die Verantwortlichen wollen die Situation ein halbes Jahr lang beobachten. 

Krün– Drei Behörden, eine Sichtweise: Beim Parkplatz bei Gerold waren sich Landratsamt, Polizei und Staatliches Bauamt Weilheim schnell einig: zu gefährlich. Der Stellplatz an der stark befahrenen Bundesstraße 2 wird geschlossen – vorerst.

„Wir wollen das für ein halbes Jahr beobachten“, teilt Dr. Hermann Streicher vom zuständigen Staatlichen Bauamt mit. Möglicherweise wird das Areal nach dieser Frist komplett zurückgebaut. „Der jüngste Unfall dort war natürlich der Auslöser.“ Damit spielt der Mann aus Weilheim auf die folgenschwere Karambolage vom 3. August an, bei der fünf Pkw zusammenkrachten. Neun Verletzte waren die traurige Bilanz.

Auslöserin der fatalen Kettenreaktion auf der B 2 war laut Polizei eine Einheimische, die offenbar übersehen hatte, dass die vor ihr steuernde Pkw-Lenkerin links auf den Parkplatz bei Gerold abbiegen wollte.

Neuralgischen Punkt schon länger im Blick

Die Fachstellen hatten diesen neuralgischen Punkt schon länger im Blickfeld, wie Streicher gegenüber dem Tagblatt bestätigt. „Da gab’s vorher schon gefährliche Situationen“ – um nicht zu sagen tödliche. Vor einigen Jahren musste an diesem Brennpunkt ein Mensch mit dem Leben bezahlen.

„Aus sicherheitstechnischen Gründen ist es daher sicherlich die richtige Maßnahme“, findet der Krüner Bürgermeister Thomas Schwarzenberger, in dessen Gemeinde der Weiler Gerold liegt. Eine offizielle Mitteilung aus Weilheim zur einstweiligen Schließung des B2-Parkplatzes hat der Rathauschef nach eigenem Bekunden nicht erhalten.

Nun müssen sich Schwarzenberger und der Gemeinderat Gedanken über eine Alternative machen. Denn unstrittig ist, dass der ohnehin starke Park-Suchverkehr in Gerold weiter zunehmen wird – egal ob in den Sommer- oder Wintermonaten. Noch hat Schwarzenberger keine Lösung parat. 

Christof Schnürer

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