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Gegenüber dem Discounter Aldi in Krün ist die letzte von insgesamt zehn Mitfahrbänken aufgestellt worden (v.l.): Initiatorin Monika Thalmayer, Marianne Achner (Basar Krün), Leonhard Habersetzer (Rotary-Club), Markus Erbrich (Aldi), Michael Gschwendtner (Edeka) und Thomas Schwarzenberger (Bürgermeister Krün).

Durch Spenden finanziert

Jetzt darf offiziell getrampt werden: Zehn Mitfahrbänke im Isartal

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Sie sind da – die Mitfahrbänke im Oberen Isartal. Kürzlich wurde die letzte von insgesamt zehn Stück vor dem Krüner Discounter Aldi platziert. Nun hoffen die Verantwortlichen natürlich auf entsprechend große Resonanz.

Oberes Isartal – Monika Thalmayer dreht die letzte Schraube fest, dann hebt das Schild mit der Aufschrift Krün. Stolz ist sie. Als Initiatorin hat sie soeben die letzte Mitfahrbank im Isartal in Krün startklar gemacht. Ab sofort kann sich jeder auf die Bank setzen und sich mitnehmen lassen. Er muss lediglich ein Schild am Richtungsanzeiger mit dem gewünschten Zielort aufklappen. Autofahrer können dann bei gleichem Fahrweg den Wartenden unentgeltlich mitnehmen, sofern Platz im Auto ist. Die Bänke ergänzen somit den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum.

Insgesamt sind zehn Mitfahrbänke im Isartal installiert: Sechs stehen in Krün, drei in Wallgau und eine in Mittenwald. Die neueste Bank steht gegenüber des Krüner Discounter Aldi. Eine weitere ist vor der Edeka-Filiale am nördlichen Ortsrand von Krün postiert. Die Standorte sind mit Bedacht gewählt. Sie sollen vor allem Senioren helfen, die kein Auto haben, um zum Supermarkt und wieder zurück nach Haus zu gelangen. „Ein großer Mehrwert für uns“, sagt Markus Erbrich, regionaler Verkaufsleiter von Aldi. Er ist gemeinsam mit Michael Gschwendtner, Filialleiter des Krüner Edekas, zur feierlichen Eröffnung der letzten Bank am Krüner Gewerbegebiet gekommen.

Mitfahrbänke im Isartal: 650 Euro kostet eine „Haltestelle“

Um die 650 Euro kostet eine dieser „Haltestellen“. Finanziert haben sie sich zur Gänze aus Spendengelder. So hat unter anderem der Rotary Hilfeverein Garmisch-Partenkirchen und die Gemeinde Krün jeweils zwei Stationen gesponsert und aufgestellt. Auch Aldi und Edeka, der Zahnarzt Helmut Fries sowie die Gemeinde Wallgau haben jeweils eine bezahlt. Die Gemeinde Mittenwald hat einen Richtungsanzeiger verwirklicht, denn eine entsprechende Bank war bereits vorhanden. In Wallgau fehlen nur mehr die wichtigen Richtungsanzeiger, die hoffentlich bald kommen werden, meint Thalmayer. Hergestellt werden sie in den Werdenfelser Werkstätten in Garmisch-Partenkirchen.

„Wir warendas ganze letzte Jahr damit beschäftigt“, sagt sie. Die Initiatorin hofft nun, „dass die Menschen sich trauen, die Bänke zu benutzen“. Das würde nicht nur klimafreundlich sein. „Es könnte das Miteinander stärken und man lernt neue Nachbarn kennen.“ Da spricht sie aus eigener Erfahrung: Sie selbst war die erste, die eine der Bänke ausprobiert hat. Sie sei „nicht lange“ gesessen. Nach zehn Sekunden kam schon ein Nachbar, den sie bis dato noch gar nicht gekannt hat, und hat sie mitgenommen.

Mitfahrbänke im Isartal: Unterschiedlichste Erfahrungsberichte aus anderen Orten

Weitere Erfahrungen hat man aus den nördlichen Nachbarorten gewonnen, die schon seit längerem Mitfahrbänke anbieten. „Da waren die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte dabei“, sagt Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU). Während mancherorts die Bänke regelmäßig genutzt werden, bleiben sie anderswo leer. Deshalb will Schwarzenberger nun erst mal die Resonanz abwarten, ehe weitere Erweiterungen umgesetzt werden wie eine Überdachung der Bänke oder ähnliches. Zudem muss erst geschaut werden, wie die Schneeräumung im Winter klappt. Diesen Part sollen ab sofort die Bauhof-Mitarbeiter übernehmen.

Damit das Prinzip Mitfahrbank funktioniert, braucht es gewisse Spielregeln. Es sollten Kinder unter 14 Jahren nicht mitfahren. Minderjährige sollten zudem bevor sie einsteigen ein Foto vom Auto und vom Kennzeichen machen und den Eltern schicken. Zudem ist eine App fürs Handy in Arbeit.

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