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Gemeinderat steht hinter dem Vorhaben

Parken ohne Bargeld: Krün macht‘s möglich

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Krün geht mit der Zeit: Die Gemeinde ermöglicht künftig, die Kosten für Parkzeiten auf gebührenpflichtigen Flächen mobil zu begleichen. Ohne Kleingeld, nur mit einer App.

Krün– So läuft’s bisher in Krün: Wer sein Fahrzeug auf einer gebührenpflichtigen Fläche abstellt, muss Münzgeld für eine ausgewählte Zeitspanne in den Automaten werfen. Überschreitet er diese und wird kontrolliert, gibt’s einen Strafzettel.

So geht’s künftig auch: Der Parker installiert eine App auf seinem Handy, hinterlegt sein Kennzeichen und wählt seinen Standort aus. Dann startet er den Parkvorgang per Fingertipp, SMS oder Telefonat, beendet ihn bei der Rückkehr wieder und rechnet mobil ab. Zum Beispiel mit PayPal. Ohne nur eine Münze aus dem Portemonnaie nehmen zu müssen. Zu wenig oder zu viel zu zahlen, das ist nicht möglich.

„Wir sollten das unbedingt anbieten“, machte Thomas Schwarzenberger (CSU) in der Sitzung des Gemeinderates deutlich. Um zeitgemäß zu sein und um ein paar Euro zu sparen. Denn die Gemeinde leert die Automaten. Zahlt sie das Bargeld bei der Bank ein, fallen Gebühren an, wie der Bürgermeister erklärte. Worte, die fruchteten. Unisono stimmte das Gremium für den Vorschlag.

Zwei Anbieter mit unterschiedlichen Abrechnungsmodellen

Mit einer App kann man den Standort wählen und den Parkvorgang starten.

Zwei Firmen standen zur Wahl: Parkster und ParkNow. Unterschiede zeigen sich in erster Linie bei der Abrechnung. Beim ersten Anbieter werden der Gemeinde als Empfänger der Parkgebühren fünf Prozent davon abgezogen, beim zweiten dem Nutzer etwa 15 bis 25 Cent oben drauf gepackt.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland, der für Krün die Kontrollen übernimmt, empfiehlt ParkNow, weil andere Kommunen ebenfalls damit arbeiten. „Die werden ja verrückt, wenn überall unterschiedliche Systeme sind“, sagt Schwarzenberger auf Nachfrage. Deshalb hat der Zweckverband eine Rahmenvereinbarung mit ParkNow ausgehandelt. Stimmt Krün dieser bis 31. Dezember dieses Jahres zu, fallen keine Kosten für die Gemeinde an. Weder für die Bereitstellung noch für die Einrichtung des Services oder dergleichen.

Auf ein mögliches Problem wies allerdings Peter Schwarzenberger (CSU) hin. Es sei zu prüfen, dass es auch Empfang gibt. Darum kümmert sich der Zweckverband, teilte der Bürgermeister mit. „Wir stellen deshalb keinen Handymasten auf.“

Arbeit für die Gemeinde ist mit der Umstellung nicht verbunden. Die Automaten bleiben stehen, werden lediglich mit Informations-Aufklebern versehen. Ab wann die mobile Zahlungsform möglich ist, kann der Rathauschef nicht sagen. „Das wird erst noch Thema in Wallgau und Mittenwald.“ Er schätzt grob: „im Laufe des Jahres 2019“.

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